Emilie Fillion stürmt für den MSV

Die 24-jährige Kanadierin füllt im Duisburger Angriff die große Lücke. Bislang hatte das Team von Inka Grings einen Treffer in sechs Punktspielen erzielt. Der Neuzugang kann schon am Sonntag beim Spiel in Leverkusen eingesetzt werden.

Duisburg..  Die Bilanz war – offen gesagt – unterirdisch. Ein einziges Tor hatte der MSV Duisburg in sechs Punktspielen der Frauenfußball-Bundesliga bislang erzielt. Kein Wunder daher, dass die Mannschaft von Trainerin Inka Grings ohne eigenen Zähler das Tabellenende ziert. Gefahr erkannt – und jetzt auch gebannt? Mit der Kanadierin Emilie Fillion haben die Zebras nun endlich eine echte Stürmerin gefunden, die bereits am Sonntag beim Spiel in Leverkusen zum Kader gehören wird.

Im Sommer waren die Bemühungen um eine Mittelstürmerin erfolglos geblieben. Die Notwendigkeit war offensichtlich, denn schon in der Vorsaison hatte der MSV mit 27 Treffern – davon zehn gegen Absteiger VfL Sindelfingen – den zweitschlechtesten Angriff der Liga gestellt. Die wechselweise in der Spitze eingesetzten Lucie Vonkova, Kristina Sundov, Sofia Nati und Jennifer Oster waren nur Notlösungen.

Die Zeit des Improvisierens soll mit Emilie Fillion vorbei sein. Im Kopfball dürfte die 1,62 Meter große Angreiferin nicht zwingend ihre Stärken haben; gleichwohl hat sie ihre Torgefahr zuletzt bei ihrem halbjährigen Engagement beim FC Twente angedeutet, mit dem sie Meister der BeNe-League wurde. In sieben Spielen erzielte sie drei Treffer. Zuvor war sie in den USA für die Dayton Dutch Lions aus Ohio in der USL Professional Division aufgelaufen. Für den kanadischen Verband absolvierte sie mehrere Länderspiele im Nachwuchsbereich.

„Natürlich ist es eine schwierige Saison, aber ich habe schon gemerkt, dass die Girls sehr viel Potenzial haben. Ich danke dem MSV, dass ich hier die Chance bekomme, in der deutschen Bundesliga zu spielen“, sagt Fillion. Inka Grings ist froh über die Verpflichtung: „Sie ist auf dem Platz bissig und athletisch. Man erkennt vor allem, dass Emilie vor dem Tor sehr abgezockt ist.“

Möglich wurde die Verpflichtung übrigens durch das Engagement privater Sponsoren. Dankbar ist MSV-Geschäftsführer Bernd Maas auch dem niederländischen Verband und dem FC Twente: „Aufgrund unserer gegenseitigen guten Kontakte haben uns die Niederländer auf Emilie aufmerksam gemacht. So konnten wir uns von ihren Qualitäten überzeugen.“

 
 

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