Eintracht Walsum legt los

Thomas Kristaniak
Die erste Mannschaft des Fusionsklubs Eintracht Walsum: (hinten von links) Dennis Riesop, Joel Grzeskowiak, Oliver Riede, Maurice Schroer, Sebastian Biastoch, Marvin Seidl, Sven Gottschling, David Viu, Trainer Ingo Eden; (Mitte von links) Sascha Klein-Reesink, Kevin Grüneberg, Leonce Amtepe, Kevin Burkamp, Soner Aydodgu, Kevin Kraps, Daniel Bethke, Valery Tawue; (vorn von links) Danny Knezevic, Marian Ziehlke, Georg Hanna, Marcel Richter, Salvatore Timpanaro, Julien Sibilla.
Die erste Mannschaft des Fusionsklubs Eintracht Walsum: (hinten von links) Dennis Riesop, Joel Grzeskowiak, Oliver Riede, Maurice Schroer, Sebastian Biastoch, Marvin Seidl, Sven Gottschling, David Viu, Trainer Ingo Eden; (Mitte von links) Sascha Klein-Reesink, Kevin Grüneberg, Leonce Amtepe, Kevin Burkamp, Soner Aydodgu, Kevin Kraps, Daniel Bethke, Valery Tawue; (vorn von links) Danny Knezevic, Marian Ziehlke, Georg Hanna, Marcel Richter, Salvatore Timpanaro, Julien Sibilla.
Foto: Michael Dahlke
Trainer Ingo Eden will mit der ersten Mannschaft des Fusionsvereins in der Kreisliga A oben mitspielen – falls das Team sich schnell umgewöhnt.

Duisburg.  Als es im vergangenen Jahr auf der Mitgliederversammlung des SV Walsum darum ging, wie die Vereinsbasis zur Fusion mit Nachbar SG Wacker steht, wurde auch Ingo Eden nach seiner Meinung befragt. Der Trainer der ersten Mannschaft war skeptisch, weil er den Eindruck hatte, dass er beim Lokalrivalen – sinngemäß zusammengefasst – keine großen Sympathien genieße. Nun, einige Monate später, ist der Zusammenschluss offiziell, und auch bei Eintracht Walsum heißt der Trainer der „Ersten“ weiterhin Ingo Eden. „Meine Bedenken sind völlig zerstreut“, sagt der Ur-Walsumer, der den neuen Klub nun in seine erste Saison in der Fußball-Kreisliga A führt.

„Unser Vorstand, der sich aus beiden ehemaligen Vereinen rekrutiert, ist schon sehr gut zusammengewachsen. Und die alten Wacker-Mitglieder kommen sehr gut auf mich zu“, freut sich Eden. Dabei gab es ja bis zum Schluss noch einen Kampf darum, wer von beiden Klubs in der Rückrundentabelle der Vorsaison besser abschließt, denn danach wurde festgelegt, wer als erste Mannschaft in der Gruppe 2 der Kreisliga A verbleibt – und wer als nominelle Reserve in den Duisburger Süden sowie nach Mülheim fährt.

Acht Punkte betrug hier letztlich der Vorsprung des SV gegenüber Wacker. Die Mannschaft, die damit Platz acht in der Abschlusstabelle belegte, ist zur großen Freude von Ingo Eden komplett zusammengeblieben – ohne einen einzigen Abgang. Doch nicht nur das: „Wir haben großen Zulauf“, freut sich auch Co-Trainer Christian Schwarz. So schlossen sich mit Marvin Seidl, Maurice Schroer und Sebastian Biastoch gleich drei Akteure vom Lokalrivalen DJK Vierlinden II der Eintracht an. Hinzu kommen mit Pierre Grzeskowiak und Danny Knezevic zwei Rückkehrer vom VfB Lohberg. Ob alle neuen Kicker aber auch rechtzeitig die Freigabe von ihren Ex-Vereinen erhalten, ist noch offen.

Ungeachtet dessen wird sich Ingo Eden zeitnah darüber Gedanken machen müssen, wer dauerhaft zu seinem Kader gehört. „Ich werde jetzt anfangen, zu sieben“, so Ingo Eden. Das würde dann bedeuten, dass jene Akteure, die bei diesem Schnitt auf der „falschen“ Seite landen, sich erst einmal über die vierte Mannschaft in der Kreisliga C empfehlen müssen. Grund dafür: Aktuell wird noch in den alten Vereinsstrukturen gedacht, wonach die „Vierte“ als bisherige Zweitvertretung des SV den Unterbau für die erste Mannschaft bildet.

Das könnte sich aber auch bald schon ändern. Falls es der Saisonverlauf hergibt, sei eine Neumischung von erster und zweiter Mannschaft auch schon vor dem nächsten Sommer denkbar – wenn es nämlich beispielsweise darum ginge, dass eine von beiden in der jeweiligen Gruppe um den Aufstieg mitspielt und weitere Verstärkung benötigen könnte, um dieses Ziel zu erreichen. Nur zu gern würde Vereinschef Horst Pohl nämlich die Bezirksliga ins Visier nehmen: „Wir wollen nicht auf Dauer mit zwei Mannschaften in der A-Liga spielen.“

Ingo Eden formuliert seinen Wunsch für das erste Eintracht-Jahr etwas defensiver: „Ich möchte gern unter die ersten Sieben kommen. Aber es wird nicht einfach, zumal wir uns erst einmal an unseren neuen Kunstrasenplatz gewöhnen müssen.“ Eine Macht war sein SV-Team bisher auf dem Aschenplatz an der Emscherbrücke, der jedoch bald Vergangenheit ist.