Eine starke Halbzeit reicht zum Klassenerhalt

Valdet Totaj ließ die Hattinger links liegen – der Youngster erzielte zwei Tore und bereitete das 4:0 vor.
Valdet Totaj ließ die Hattinger links liegen – der Youngster erzielte zwei Tore und bereitete das 4:0 vor.
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Nach der Pause war beim 5:1-Sieg des Duisburger SV 1900 gegen Niederwenigern nicht mehr viel los. Die Wanheimerorter führten schon 4:0 – und die Gäste machten nichts mehr, um ihr Torverhältnis nicht weiter zu verschlechtern.

Duisburg..  Der Duisburger SV 1900 spielt auch in der kommenden Saison in der Fußball-Landesliga. Dank einer überragenden ersten Halbzeit und nach einem Ball-Quergeschiebe, weil sich die Gäste aus Hattingen nach der Pause darauf beschränkten, nicht noch höher zu verlieren. Denn trotz des 5:1 (4:0)-Siegs der Wanheimerorter haben die Sportfreunde Niederwenigern, für die es am letzten Spieltag noch einmal ganz haarig in Sachen Klassenerhalt werden kann, noch das bessere Torverhältnis der Kellerkinder.

„Was wir in der ersten Halbzeit gespielt haben, war richtig gut“, strahlte DSV-Trainer Ralf Kessen nach einem Spiel, das nach 45 Minuten nicht nur entschieden, sondern für beide Seiten offenbar auch beendet war. Denn die Gäste aus Hattingen sahen offenbar keinen Grund, die Duisburger Gastgeber zu attackieren, wenn diese in Ballbesitz waren. „Und warum sollten wir nach vorne rennen, wenn wir durch die sichere Führung praktisch gerettet waren?“, fragte Kessen nicht zu Unrecht. „Wir waren fokussiert und haben unser Ziel erreicht.“

Das Spiel lief von Beginn an für die Schwarz-Roten. So wurde Emre Camdali schon nach vier Minuten elfmeterreif gelegt – den fälligen Strafstoß verwandelte Adrian Tober zum frühen 1:0. Kurios wurde es in der zehnten Minute. Nach einem Zweikampf mit Sascha Schnecker, der diesmal in der Viererkette zum Einsatz kam, rauschte Gästespieler Fabian Lümmer in eine Werbebande und wäre fast auf die andere Seite gekippt. Mit den Händen landete er schon auf dem Boden, nahm den Dreck in seiner Hand und warf ihn in Richtung Schnecker. Die harte, aber vertretbare Entscheidung: Rot wegen grober Unsportlichkeit. So konnte der DSV 80 Minuten lang in Überzahl agieren, doch zunächst einmal gewann Niederwenigern die Kontrolle, stemmte sich gegen die Niederlage. Aber als der wieselflinke Valdet Totaj das 2:0 erzielt hatte (23.), war die Vorentscheidung gefallen. In der 32. Minute schaute er Torwart Daniel Paries aus und erhöhte auf 3:0. Eine Minute vor der Pause legte er für Camdali auf, der das 4:0 erzielte. Das Erstaunliche an den zweiten 45 Minuten war, dass noch zwei Tore fielen: Erst verkürzte Sidney Fast auf 1:4 (72.), dann stellte der eingewechselte Dejan Lazovic den alten Abstand wieder her (87.).

Das letzte Spiel bei Arminia Klosterhardt kann damit nun auf Freitag vorgezogen werden, da es für beide um nichts mehr geht. So können sich Adrian Tober und Emre Camdali am Samstag und Sonntag ganz auf ihren jeweiligen Polterabend und ihre Hochzeit konzentrieren.

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