Duisburger Stadtpokal startet

Sven Kowalski, Friedhelm Thelen und Thomas Kristaniak
So sahen die Sieger aus: Im Vorjahr jubelte der VfB Homberg nach dem Endspieltriumph über den MSV II.
So sahen die Sieger aus: Im Vorjahr jubelte der VfB Homberg nach dem Endspieltriumph über den MSV II.
Foto: WAZ FotoPool
Am Donnerstag geht es in der Halle an der Krefelder Straße in Rheinhausen los. Am ersten Tag sind die Landesligisten FSV, DSV 1900 und Buchholz mit von der Partie – und der ambitionierte Bezirksligist SV Genc Osman.

Duisburg.  Aller guten Dinge sind drei. Wenn das Sprichwort stimmt, müsste es beim Turnier um den Fußball-Stadtpokal, das von Donnerstag bis Samstag zum dritten Mal in der Halle an der Krefelder Straße über die Bühne geht, vom Zuschauerzuspruch her einen deutlichen Anstieg nach oben geben. Im Gegensatz zu Nachbarstädten wie Moers und Mülheim, wo dieser Tage vor proppenvollen Rängen um die örtliche Hallenfußballkrone gekämpft wird, war das Interesse im Duisburger Westen bei den beiden ersten Austragungen nach dem Rheinseitenwechsel von der Hamborner Rhein-Ruhr-Halle doch vergleichsweise gedämpft. Um dies zumindest am Endspieltag zu ändern, hat sich die ausrichtende Fachschaft Fußball eine Änderung einfallen lassen. Los geht es Donnerstag und Freitag jeweils um 17.30 Uhr.

So wird es diesmal kein Frauen-Endspiel im Rahmen des Männer-Turniers geben. Hier leerte sich in den vergangenen Jahren ebenso prompt die Halle wie beim Finale der A-Junioren, das nicht den erhofften Zuwachs brachte. Stattdessen qualifizieren sich nun an den beiden Vorrundentagen insgesamt zehn statt acht Mannschaften für die Zwischenrunde – verbunden mit der Hoffnung, dass die beiden zusätzlichen Teams mehr Anhänger in die Halle locken. Der Modus sieht vor, dass die Ersten und Zweiten aller vier Gruppen (jeweils zwei am Donnerstag und Freitag) weiterkommen – sowie der jeweils besten Gruppendritte beider Vorrundenspieltage.

Ein Garant dafür könnte der FSV Duisburg sein – jedenfalls gemessen daran, wie gut gefüllt der Platz an der Warbruckstraße seit dieser Saison bei den Heimspielen des Landesligisten ist. Der Sieger von 2012 reist mit vor allem in der Offensive bewährt starkem Personal an, während Abwehrexperten wie Kalet Attris oder Neuzugang Vincent Grütter in der Halle lieber aussetzen.

Mit „voller Kapelle“ spielt der Vorjahresdritte SV Genc Osman – und mit großem Ziel: „Natürlich träume ich ein bisschen davon, der erste Trainer zu sein, der mit zwei Teams den Titel holt“, sagt Ilyas Basol, der 2012 den FSV auf Platz eins führte und mit dem Bezirksligisten dies nun gern wiederholen würde.

TuRa will Spaß haben

Für TuRa 88 war im Vorjahr nach der Vorrunde Schluss. Eine Wiederholung wäre für Sakis Papachristos kein Beinbruch: „Wir wollen diesmal besser abschneiden, haben aber keinen Druck. Wir fahren ohne Training hin und wollen in erster Linie Spaß haben“, so der Coach. Neue Gesichter werde man beim Dritten der Bezirksliga nicht sehen.

Weitere Gruppengegner sind der VfL Rheinhausen und der Rumelner TV aus der Moerser Kreisliga A. Der VfL würde nach starker Liga-Hinrunde gern in der Halle weiteres Selbstbewusstsein sammeln und hat zur Vorbereitung eigens schon die Turniere beim DSV 1900 und beim VfB Homberg gespielt.

In der Parallelgruppe treffen mit dem DSV 1900 und Viktoria Buchholz zwei Landesligisten aufeinander. Und das schon in ihrem ersten Gruppenspiel. „Das ist ohnehin eine schwere Gruppe“, so DSV-Trainer Heiko Heinlein. „Gerade in der Halle darf man sich nicht von Ligenzugehörigkeiten blenden lassen.“ Den 1900ern werden verletzungs- und krankheitsbedingt einige Spieler fehlen – auch Trainer Heiko Heinlein wird berufsbedingt wohl später kommen. Viktoria-Coach Michael Roß setzt sich wie vergangenen Jahr auf die Tribüne – weil seine „Glücksbringerqualitäten“ als aktiver Trainer in der Halle nicht gerade legendär sind. „Das überlasse ich dann lieber meinem Co-Trainer Dennis Heth“, augenzwinkert Roß.

Ahmet Tutal fürchtet die zwei Landesligisten in der Gruppe A nicht. Wer sein Favorit ist? „In der Gruppe wir“, zwinkert der Coach der DJK Vierlinden und schiebt nach: „Das wird sich herausstellen. Ich glaube, wer gut in das Turnier kommt, hat die besten Chancen.“ Die zum Bezirksliga-Aufsteiger gewechselten Koncic-Zwillinge wird Tutal „wohl noch nicht mitbringen“, bei Araz Brahim, der ebenfalls vom TV Jahn Hiesfeld II kommen soll, ist die Freigabe noch nicht geklärt. Mit Rheinland Hamborn startet der Tabellenführer der Kreisliga, Gruppe 2, der bislang alle 15 Saisonspiele gewonnen hat. Die TuS Mündelheim steht in der Gruppe 1 auf Platz drei.