Duisburg hat beim Rhein-City-Run die Nase vorne

Silke Optekamp kommt als schnellste Dame ins Ziel. Karsten Kruck (rechts) musste nach 2,1 Kilometern mit einem Muskelfaserriss aufgeben.
Silke Optekamp kommt als schnellste Dame ins Ziel. Karsten Kruck (rechts) musste nach 2,1 Kilometern mit einem Muskelfaserriss aufgeben.
Foto: Ute Gabriel
Karol Grunenberg vom ASV Duisburg gewann den ersten Halbmarathon von Düsseldorf nach Duisburg.

Duisburg.. Sören Link strich sich einmal über den Bauch und grinste. „Ich bin eher für die fünf bis zehn Kilometer. Aber 20 sind mir einfach zuviel“, sagte Duisburgs Oberbürgermeister auf die Anspielung seines Düsseldorfer Amtskollegen Thomas Geisel, beim nächsten Rhein-City-Run doch auch selbst die Laufschuhe zu schnüren. „Ein Halbmarathon ist ja auch eine gesunde Sache“, schob der Düsseldorfer OB lachend nach.

Das Oberhaupt-Duell der beiden Städte, welche die von Jörg Bunert initiierte Veranstaltung bei ihrer Premiere sportlich verband, ging somit klar an Geisel: 2:05:06 Stunden nach dem Start an der Theodor-Heuss-Brücke kam er frisch und munter am Duisburger Steinhof an, während Link die Zuschauerrolle bevorzugte. „Das war ganz entspannt“, lachte Düsseldorfs OB.

Bei der Gesamtwertung im Duell der beiden Städte reichte Geisels Teilnahme aber nicht zum Sieg. In der Durchschnittszeit der jeweils ersten 200 von insgesamt 2376 Zieleinläufern hatte Duisburg mit 1:42:41 Stunden knapp die Nase vorn vor den Düsseldorfern, die im Schnitt 1:43:29 Stunden für die 21,1 Kilometer brauchten.

Großen Anteil daran hatte Karol Grunenberg. Mit seiner Zeit von 1:07:30 Stunden senkte der Mann vom ASV Duisburg den Schnitt deutlich und darf sich fortan erster Rhein-City-Run-Sieger nennen. „Das war mal etwas anderes als ein Stadtmarathon“, freute sich der Sieger über die landschaftliche Abwechslung. „In Düsseldorf ging es auf den geraden Strecken am Rhein entlang recht schnell zu. In den ländlicheren Teilen Duisburgs war es etwas gemütlicher.“

Optekamp gewinnt bei den Damen

Grunenberg entschied damit ein direktes Duell mit einem Düsseldorfer für sich. Dabei war der Schotte Nikki Johnstone von seinen 1:08:52 Stunden selbst überrascht. „1:10 hatte ich angepeilt, die Zeit ist einfach unglaublich“, strahlte der Zweitplatzierte vom ART Düsseldorf. Zufrieden war auch Jörg Bunert, der mit dem Rad vor Grunenberg her gefahren war – und dabei „,mächtig in die Pedale treten“ musste, wie er zugab. „Alle Leute haben ein Lächeln im Gesicht, da scheinen wir einiges richtig gemacht zu haben,“ so der Organisator.

Das konnte Silke Optekamp nur bestätigen. Mit 1:23:24 Stunden siegte die Mönchengladbacherin bei den Damen 58 Sekunden vor der Duisburgerin Katharina Wehr, die bei ihrem erst zweiten Halbmarathon ebenfalls einiges für die Städtewertung tat. „Es war sehr abwechslungsreich und hat richtig Spaß gemacht“, so Optekamp. „Im nächsten Jahr bin ich wieder dabei.“

Womöglich führt der Lauf dann in die entgegengesetzte Richtung mit dem Start in Huckingen und dem Ziel in Düsseldorf. Aber ob in Duisburg oder Düsseldorf: Oberbürgermeister Thomas Geisel will dann definitiv wieder für seine Stadt am Start stehen. Und die Hoffnung auf ein Duell der beiden Stadtoberhäupter hat der Düsseldorfer OB noch nicht aufgegeben. „Ich werde Sören weiter bearbeiten. Im nächsten Jahr ist er dabei.“

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