Dem Streik zum Trotz

Die WJB des CR spielt in Pinneberg um den Meistertitel. Vorne von links: Trainerin Susi Wollschläger, Betreuerin Tanja Ludwig, Nane Dördelmann, Aina Kresken, Jule Robertz, Louisa Schüttke, Lucie Hiepen, Betreuerin Petra Schüttke. Vorne von links. Johanna von dem Borne, Linda Ludwig, Lucie Heck, Svea Schiffering, Pia Maertens.
Die WJB des CR spielt in Pinneberg um den Meistertitel. Vorne von links: Trainerin Susi Wollschläger, Betreuerin Tanja Ludwig, Nane Dördelmann, Aina Kresken, Jule Robertz, Louisa Schüttke, Lucie Hiepen, Betreuerin Petra Schüttke. Vorne von links. Johanna von dem Borne, Linda Ludwig, Lucie Heck, Svea Schiffering, Pia Maertens.
Foto: NRZ
Nach schlechten Erfahrungen bei Hamburg-Reisen bringen die Eltern das WJB-Team des Club Raffelberg nach Pinneberg. In der Vorstadt der Metropole geht es um die Deutsche Meisterschaft.

Duisburg..  Zugfahrten nach Hamburg? Davon hat Susi Wollschläger erst einmal die Nase voll. Einmal bremste ein Streik die Hockey-Trainerin des Club Raffelberg und ihre Nachwuchsteams aus, beim zweiten Mal war es ein Sturm. „Damals sind wir bis nach Bremen gefahren und mussten dann mit einer Art Straßenbahn weiterfahren. Eine gefühlte Million Menschen war damals unterwegs, wir mussten mehrfach umsteigen – und bei der Rückfahrt waren wir um 3 Uhr nachts zu Hause.“ Diesmal soll es – trotz des wahrscheinlichen Bahnstreiks – stressfrei nach Hamburg, genauer nach Pinneberg, eine in Schleswig-Holstein gelegene Vorstadt der Metropole, gehen. Denn am Samstag und Sonntag spielt die weibliche Jugend B um die Deutsche Meisterschaft im Hallenhockey. Daher geht es in den elterlichen Autos in Richtung Norden.

Das Ziel ist eine Mischung aus Ambition und Zurückhaltung. „Wir wollen ins Halbfinale“, sagt Wollschläger. Ambitioniert ist es, weil die Duisburgerinnen schon in der Gruppenphase auf starke Gegner treffen. Zurückhaltend, weil es ja nichts darüber aussagt, wie es danach weitergehen könnte. Das nimmt unnötigen Druck – und zudem dürften die besten Vier dieses Jahrgangs ohnehin auf einem vergleichbaren Niveau spielen.

Los geht es am Samstag um 10.45 Uhr mit dem Spiel gegen den Dürkheimer HC. „Ich habe die Gegner auf Video gesehen. Es ist nicht so, dass es nur darum geht, Alster zu schlagen und gegen Dürkheim und Potsdam wird es schon laufen“, mahnt Wollschläger. Klar ist aber auch: „Wollen wir ins Halbfinale, müssen wir Dürkheim schlagen“, erklärt die Trainerin.

Weiter geht es um 13 Uhr gegen den Club an der Alster. Mit den Hamburgerinnen hatte es dieses CR-Team schon einige Male zu tun. „In der Feld-Endrunde haben wir durch ein Golden Goal gegen Alster verloren, bei einem Hallenturnier haben wir unentschieden gegeneinander gespielt“, so Wollschläger. Heißt: Alster und Raffelberg spielen auf einem Level. Abschließend geht es gegen die Potsdamer SU (16.45 Uhr). Auch hier gilt: Für das Halbfinale ist ein Sieg Pflicht. Am Sonntag stehen am 9.30 Uhr die Halbfinalspiele und anschließend die Platzierungspartien auf dem Plan. Das Finale ist für 14 Uhr vorgesehen. In der Parallelgruppe spielen der Mannheimer HC, UHC Hamburg, HTC Uhlenhorst Mülheim und der Rüsselsheimer RK. „Von den Namen her ist diese Gruppe noch stärker als unsere“, so Wollschläger.

Die Vorbereitung sollte jedenfalls passen. Denn schon am Freitagmorgen fahren die Grün-Schwarzen nach Pinneberg, um am gleichen Tag in der dortigen Halle noch einmal zu trainieren.

Derweil freuen sich die B-Mädchen – das um zwei Altersklassen jüngere Team – schon auf das folgende Wochenende. Denn die Raffelbergerinnen sind am Sonntag, 1. März, ab 10 Uhr Gastgeberinnen für die Endrunde um die Westdeutsche Meisterschaft. Der CR empfängt dabei den RTHC Bayer Leverkusen, Düsseldorfer HC, Crefelder HTC, Schwarz-Weiß Essen und den HTC Uhlenhorst Mülheim. „Ich freue mich riesig, dass die B-Mädchen diesmal nicht nur schönes und liebes Hockey gespielt haben, sondern auch erfolgreiches Hockey. Das hat sich diese Mannschaft verdient“, strahlt Wollschläger. Zudem hatten die jungen Raffelbergerinnen bislang kein Heimturnier – sodass die Endrunde gleich in mehrerer Hinsicht die Krönung für diese Hallenspielzeit darstellt.

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