Das Heimrecht ist sicher

Selb könnte Gegner im Halbfinale werden. 2013 war Diego Hofland (links) schon im Duell mit den Wölfen dabei.
Selb könnte Gegner im Halbfinale werden. 2013 war Diego Hofland (links) schon im Duell mit den Wölfen dabei.
Foto: Fabian Strauch
Der EV Duisburg spielt am Ostermontag um 16.30 Uhr im Play-off-Halbfinale der Eishockey-Oberliga gegen die Selber Wölfe oder den EV Regensburg. Vorverkauf am Karsamstag von 11 bis 14 Uhr.

Duisburg..  Nach dem Spiel sagte es der Coach ganz klar: „Das Duisburger Power-Eishockey war auch für mich als Trainer schön anzusehen.“ Das sagte nicht Uli Egen von den Füchsen oder Teamchef Lance Nethery – sondern Peter Willmann, seines Zeichens (noch) Trainer der Hannover Indians. Der Bewunderung des ECH-Bandenchefs konnte sich der Eishockey-Oberligist EV Duisburg sicher sein, nachdem die Schwarz-Roten den Kontrahenten per „Sweep“, also ohne Niederlage, und mit 28:2 Toren (!) so ausdrücklich, wie es nur geht, in die Sommerpause befördert hatten.

Und inzwischen steht auch unumstößlich fest, dass die Füchse mit Heimrecht ins Play-off-Halbfinale gehen und auf den Sieger der Serie zwischen den Selber Wölfen und dem EV Regensburg treffen werden. „Die Auslosung hat bereits vorsorglich stattgefunden“, berichtet Füchse-Chef Sebastian Uckermann. „Auch wenn die Hannover Scorpions als Nord-Erster noch weiterkommen, sind wir für den gesamten nördlichen Bereich als Erster gesetzt.“ Sollten die mit 2:1 Siegen führenden Leipziger die nächste Runde erreichen, stünde dies ohnehin fest, da die Icefighters in der Mitte-Endrunde hinter den Duisburgern über die Ziellinie gingen.

Willmann kritisiert ECH-Vorstand

Die Pressekonferenz nach dem Spiel nutzte Gäste-Trainer Willmann auch, um dem ECH-Vorstand einen Seitenhieb zu verpassen. „Auch ein Lob an die Duisburger Geschäftsführung, die in Hannover dabei war. Unser Vorstand war weder bei Spiel eins noch heute in Duisburg. Das finde ich nicht gut.“ Diese Aussagen mag damit zusammenhängen, dass am Pferdeturm die Zeichen auf Trennung vom Trainer zu stehen scheinen.

Nachdem die Füchse die völlig überforderten Hannoveraner – die wohl auch an vielen Clubs der Mitte-Endrunde, die hinter Duisburg und Leipzig gelandet sind, gescheiterte wären – mit 5:0, 12:1 und 11:1 überrannt hatten, sagte EVD-Coach Uli Egen: „Wir haben von Anfang an Gas gegeben. Unsere Mannschaft hat konsequent gespielt und viele Chancen erarbeitet. Damit haben wir unser nächstes Ziel, das Halbfinale, erreicht, auf das wir uns nun vorbereiten.“ Eine Warnung schickte er hinterher: „Niemand soll sich nun aber täuschen: Beim kommenden Gegner aus dem Süden wird mit mehr Tempo und mehr Härte gespielt.“

Die für einen Dienstag mit über 1800 zahlreich vertretenen Fans nutzten das Spiel derweil, um die Verbrüderung mit den Anhängern der Indiansvoranzutreiben. „Hannover ist Indianerland“, war lautstark von den Füchse-Fans zu hören – was entsprechenden Jubel bei den Hannoveranern auslöste, die dafür die „Humba“ nach dem Spiel gleich mit den Spielern und Fans der Füchse feierten.

Am Samstag von 11 bis 14 Uhr findet an der Scania-Arena der Vorverkauf für das erste Halbfinalspiel statt, das am Ostermontag um 16.30 Uhr beginnen wird. Weiter geht es auswärts am 8. April und daheim am 10. April. Drei Siege sind nötig. Die möglichen Spiele vier und fünf sind für den 12. und 14. April angesetzt.

Am Rande der Bande:

Die deutsche Nationalmannschaft, die am Ostersonntag und -montag in Oberhausen gegen Russland spielt, macht am Karsamstag Station in Duisburg. Von 11 bis 12.30 Uhr trainiert das DEB-Team in der Scania-Arena, weil die Oberhausener Halle durch ein Konzert belegt ist.

Die anderen Ergebnisse vom Dienstag: Hannover Scorpions – Icefighters Leipzig 5:4 n.V. (Serie 1:2); EHC Freiburg – EHC Bayreuth 4:1 (Serie 3:0; Freiburg im Halbfinale); Selber Wölfe – EV Regensburg 4:3 n.V. (Serie 2:1).

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