Das erste gemeinsame MSV-Wochenende

Neuerdings in Weiß und Blau: das Duisburger Frauenteam mit (hinten von links) Barbara Müller, Dolores Silva, Laura Neboli, Marina Himmighofen, Carole da Silva Costa, Kristina Sundov, Patrycja Pozerska, Daria Streng, Julia Debitzki, Sarah Schmitz; (Mitte von links) Torwarttrainer Andreas Kontra, Trainer Sven Kahlert, Co-Trainerin Annemieke Kiesel, Agata Tarczynska, Lucie Vonkova, Alice Hellfeier, Betreuer Stefan Wilken, Mannschaftsarzt Claus Petsch, Maskottchen „Ennatz“; (vorn von links) Daria Streng, Laura Luis, Stefanie Weichelt, Vanessa Wahlen, Meike Kämper, Stina Lykke Petersen, Sofia Nati, Jennifer Oster, Gurbet Kalkan, Satomi Shibata.
Neuerdings in Weiß und Blau: das Duisburger Frauenteam mit (hinten von links) Barbara Müller, Dolores Silva, Laura Neboli, Marina Himmighofen, Carole da Silva Costa, Kristina Sundov, Patrycja Pozerska, Daria Streng, Julia Debitzki, Sarah Schmitz; (Mitte von links) Torwarttrainer Andreas Kontra, Trainer Sven Kahlert, Co-Trainerin Annemieke Kiesel, Agata Tarczynska, Lucie Vonkova, Alice Hellfeier, Betreuer Stefan Wilken, Mannschaftsarzt Claus Petsch, Maskottchen „Ennatz“; (vorn von links) Daria Streng, Laura Luis, Stefanie Weichelt, Vanessa Wahlen, Meike Kämper, Stina Lykke Petersen, Sofia Nati, Jennifer Oster, Gurbet Kalkan, Satomi Shibata.
Foto: WAZ FotoPool
Duisburger Fußballfrauen feiern am Sonntag gegen Bayer Leverkusen ihre Punktspielpremiere im neuen Verein. Drittliga-Keeper Michael Ratajczak hat sich als Zuschauer angekündigt. Tags zuvor gibt es die Vorstellung in der Arena.

Duisburg..  Die gleichen Trainingsanzüge tragen Karsten Baumann und Sven Kahlert schon. Jetzt muss die Feinabstimmung zwischen den beiden Trainern des MSV Duisburg vielleicht noch ein wenig verbessert werden. Bei der Pressekonferenz, zu der die Zebras anlässlich des ersten Spiels unter neuem Namen in der Frauenfußball-Bundesliga eingeladen hatten, setzte Frauen-Coach Kahlert seinen Männer-Kollegen Baumann jedenfalls – ungewollt – ein klein wenig unter Druck.

Welche gemeinsame Punktausbeute für das kommende Wochenende zu erwarten sei, wollte Pressesprecher Rainer Zimmermann von seinen Gästen auf dem Podium wissen. Die klare Ansage seiner Spielerin Sofia Nati („Sechs!“) differenzierte Kahlert ein wenig: „Ist doch klar, wir wollen ebenso jedes Spiel gewinnen wie unsere Männer-Mannschaft. Und wenn die das schaffen, haben sie am Ende auch die Chance, aus eigener Kraft aufzusteigen.“ Karsten Baumann wirkte, als hätte er gerade in eine Zitrone gebissen – auch wenn sein vereinsinternes Pendant mit seiner Rechnung zweifellos richtig lag. Doch der Ex-Profi hält aktuell den Ball lieber flach und verweist richtigerweise auf den noch immer nicht beruhigenden Abstand zu den Abstiegsplätzen.

Insgesamt ist die Harmonie zwischen den Drittliga-Männern und den „Neuzugängen“ aus Hüttenheim aber demonstrativ groß. „Natürlich freuen wir uns, dass unser Verein vielfältiger geworden ist. Ein Erstligist steht jedem Klub gut zu Gesicht“, so Karsten Baumann, der sich auch an wenig bekannte eigene Erfahrungen im Frauen-Bereich erinnerte: „Ich war mal für kurze Zeit Athletiktrainer der deutschen U-19-Nationalmannschaft.“ Eine weitere Verbindung in seinem Stab gibt es mit Torwarttrainer Sven Beuckert, der drei Jahre lang als Marketingleiter für den FCR 2001 arbeitete.

Einen Fürsprecher haben die MSV-Frauen auch in Michael Ratajczak. Der Drittliga-Keeper, der zuletzt den Punkt in Chemnitz nahezu im Alleingang rettete, war schon zu FCR-Zeiten als Zuschauer im PCC-Stadion und wird auch am Sonntag dabei sein, wenn – bei freiem Eintritt – ab 14 Uhr um die ersten Bundesliga-Punkte des neuen Jahres gegen Bayer Leverkusen gekämpft wird. „Ich wurde in der Kabine auch schon von den Mitspielern gefragt, ob ich den einen oder anderen mitnehme. Mal schauen, ob ich das mache“, so Ratajczak.

Laura Neboli fällt aus

Tags zuvor, wenn die Meidericher Männer ihr Heimspiel gegen Rot-Weiß Erfurt (14 Uhr, Schauinsland-Reisen-Arena) austragen, wird die Frauen-Mannschaft vor dem Anpfiff den Fans vorgestellt. Mit dabei dann auch: Sofia Nati. „Es ist schön, jetzt als MSV auflaufen zu dürfen“, sagt die 20-Jährige, die zum Ende der Hinrunde nach längerer Verletzungspause immer besser in Form kam und am Sonntag mit ziemlicher Sicherheit gegen Leverkusen in der Startelf stehen dürfte.

Das gilt im übrigen nicht für Laura Neboli: Die Abwehrchefin der Zebras absolvierte am Dienstag ihr erstes Training nach vermeintlich auskurierten Bänderproblemen – und fiel gleich wieder verletzt aus. Sie wird definitiv nicht spielen.

 
 

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