Club Raffelberg plant den Aufstieg mit mehreren Mannschaften

Friedhelm Thelen
Kira Bauer und ihre Raffelberger Teamkolleginnen peilen den Bundesliga-Aufstieg an.
Kira Bauer und ihre Raffelberger Teamkolleginnen peilen den Bundesliga-Aufstieg an.
Foto: Lars Heidrich
  • Duisburgerinnen bestreiten am Samstag ihr erstes Saisonspiel in der Regionalliga beim Gladbacher HC
  • Trainerin Susi Wollschläger gibt den Aufstieg für alle drei Damenteams als SaisoHnziel an
  • Auch die Herren des CR wollen die fünftklassige Oberliga hinter sich lassen

Duisburg. Die Ligen gleichen sich noch nicht ganz, die Ziele dafür schon. Wenige Tage vor Beginn der Hallenhockey-Saison formulieren Susi Wollschläger und Tobias Prost ihre Absichten aber sehr ähnlich – und offensiv. „Wir wollen aufsteigen“, sagen die Trainer des Club Raffelberg.

Susi Wollschläger ist dabei sogar ganz forsch: „Wir wollen mit allen drei Damenteams hoch.“ Der Grund ist einfach. Ein Hallenkader besteht aus elf Spielerinnen – weit weniger als auf dem Feld. Dort ist der Zweitliga-Kader trotz des jungen Durchschnittsalters sehr gut unterwegs. So bildet der Feldkader gleich zwei Teams. „Wir müssen neun Spielerinnen fest melden, der Rest kann rotieren“, so Wollschläger. „Das ist natürlich nicht schön für die Spielerinnen, die fest in der zweiten Mannschaft auflaufen, denn jede von ihnen könnte auch in der ersten Mannschaft spielen.“ In den unteren Klassen hat die Saison bereits gewonnen: Sowohl die zweite Mannschaft (12:0 beim HC Essen II in der 1. Verbandsliga) als auch die dritte Mannschaft (9:2 gegen die SG MSV/Hiesfeld in der 2. Verbandsliga) sind erfolgreich gestartet.

Susi Wollschläger will mit ihrer Mannschaft in die Bundesliga

„Externe Veränderungen“ gibt es im Vergleich zur Feldsaison bei den CR-Frauen allerdings nicht. Torhüterin Tete Günther befindet sich noch aufgrund ihres Auslandssemesters in Wales, wird aber im Januar nach Duisburg zurückkehren. „Caro Sieberns spielt für uns. Das ist eine gute Sache“, freut sich Wollschläger. Die Frauen spielen zwar „nur“ in der 1. Regionalliga, was auf den ersten Blick verwirrend ist, denn nur in der Hallensaison der Frauen gibt es keine 2. Bundesliga. Gelingt den Raffelbergerinnen daher der erwünschte Sprung nach oben, wären die Grün-Schwarzen Bundesligist.

„Das ist natürlich besonders schwer, denn gerade in der Halle wird jeder Fehler sofort bestraft“, sagt Wollschläger. Es gilt die Dominanz aufs Parkett zu bekommen – und gegen die Konkurrenten zu bestehen. Im Sechserfeld der 1. Regionalliga gelten der Bonner THV und Absteiger ETuF Essen als ärgste Konkurrenten für den CR. Der große Vorteil: „Bis auf Lucie Heck und Pia Maertens haben alle schon eine Hallensaison gespielt. Lucie fehlte vor einem Jahr verletzungsbedingt, Pia war noch zu jung“, so die Trainerin.

Am Sonntag steigt das erste Saisonspiel beim Gladbacher HTC

In der Vorbereitung gelangen in den Testspielen gegen Krefeld und Leverkusen Siege; der Bremer HC wurde in einem 100-Minuten-Spiel gleich mit 21:5 besiegt. Los geht es für den CR am Sonntag um 12 Uhr beim Gladbacher THC.

Auch Tobias Prost peilt mit den Raffelberger Herren den Aufstieg an. Auf dem Feld hat der Aufschwung begonnen – der CR steht in der Regionalliga, der dritten Klasse, auf Rang vier. In der Halle geht Raffelberg in der fünftklassigen Oberliga an den Start. Und das soll mit dem Sprung in die 2. Regionalliga so schnell wie möglich korrigiert werden.

Dabei kann der CR-Spielertrainer einen Rückkehrer im Team begrüßen: Florian Matania, der schon zu Zweitliga-Zeiten für Raffelberg spielte, wechselt vom Oberhausener THC an den Kalkweg. Jonas Uelsmann steht vor seinem letzten Semester an der Uni Münster und spielt daher für den dortigen THC – und trifft damit auf seinen Heimatverein. Er wird aber zur Feld-Rückrunde ebenso ins Team zurückkehren wie Tim Malsch, der in der Hallensaison eine Pause einlegt. Aufgrund einer Rotsperre wird Tim Hildebrandt zwei Spiele lang fehlen; Tobit Schäfer fällt urlaubsbedingt zunächst aus.

Spielertrainer Tobi Prost findet die Gruppe im Vergleich zum Vorjahr leichter

Tobi Prost macht aus dem Aufstiegswillen keinen Hehl. „Wir haben eine im Vergleich zum Vorjahr vermeintlich leichtere Gruppe“, sagt der Coach. In der Vorbereitung orientierten sich die Duisburger bereits an Regionalligisten, verloren dabei jeweils nur knapp gegen den HC Essen, ETuF Essen und den RTHC Leverkusen und setzten sich gegen den Oberligisten Velbert klar durch. Ausgerechnet Münster, das studiumsbedingt immer wieder auf gute Spieler zurückgreifen kann, die aber nur sporadisch im Ort bleiben, kann als einer der ärgsten Raffelberger Konkurrenten gelten.

Los geht es am Samstag um 18 Uhr beim Oberhausener THC II. „Sicherlich haben die zweiten Mannschaft viel erfahrene Recken dabei, wir wollen uns aber mit sehr hohem Tempo dagegenstellen“, so Prost.