Aus und vorbei! EV Duisburg verliert Play-off-Finale

Niedergeschlagene Füchse nach der 0:1-Niederlage; rechts im Bild: Kenston-Boss Sebastian Uckermann.
Niedergeschlagene Füchse nach der 0:1-Niederlage; rechts im Bild: Kenston-Boss Sebastian Uckermann.
Foto: Roland Christ
Die Füchse verlieren durch ein frühers Tor beim EHC Freiburg mit 0:1 und verpassen damit den Aufstieg in die DEL2.

Freiburg. EHC Freiburg –
EV Duisburg 1:0

Drittel: 1:0, 0:0, 0:0
Tor: 1:0 (1:19) Linsenmaier. Strafen: Freiburg 8, Duisburg 4+5+Spieldauer (Neumann). Zuschauer: 3500.

Am Ende war es ein Tor. Ein einziges Tor, eine Unaufmerksamkeit. Eine Momentaufnahme für die Ewigkeit einer ganzen Saison. So früh im Spiel, dass es zunächst nicht ausschlaggebend zu sein schien. Erst 79 Sekunden waren in der ausverkauften Franz-Siegel-Halle vergangen, als Nikolas Linsenmaier das 1:0 für den EHC Freiburg erzielte. Am Ende war es der einzige Treffer im fünften und entscheidenden Finalspiel der Play-off-Serie um den Meistertitel in der Eishockey-Oberliga. Der dritte Sieg im fünften Spiel bedeutete den Aufstieg für die Breisgauer, die nur zweimal erfolgreichen Füchse müssen ein weiteres bitteres Oberliga-Jahr in Angriff nehmen.

Die Enttäuschung kannte am Sonntagabend keine Grenzen – sowohl in Freiburg als auch in der Scania-Arena, wo sich rund 700 Fans trafen, um gemeinsam den Video-Livestream aus Baden-Württemberg zu verfolgen. Dass am Ende nicht ein einziges Mal ein eigenes Tor bejubelt werden durfte, war am Ende ausschlaggebend. Die mangelnde Effektivität bei den drei Auswärtspartien drückt sich in Zahlen aus: In 180 Minuten gelang dort nur ein einziger Treffer bei der 1:5-Auftaktniederlage. „Das ist einfach zu wenig“, stellten Trainer Uli Egen und Sportdirektor Lance Nethery nachher einmütig fest.

Nur eine Unaufmerksamkeit

Es war eben auch nur dieses eine Mal, dass die EVD-Defensive diesmal zu unaufmerksam war. EHC-Torjäger Linsenmaier konnte seinen eigenen Abpraller zum 1:0 verwerten – ärgerlich. Insgesamt war die Führung nach 20 Minuten verdient, da Duisburg zwar öfter im Freiburger Drittel auftauchte, die Gastgeber aber stets den gefährlicheren Eindruck hinterließen. Bei den eigenen Powerplay-Situationen agierten die Füchse letztlich zu berechenbar.

Gegnerische Überzahl blieb die Ausnahme. Dann kam die 23. Minute: Manuel Neumann checkte einen Gegenspieler und erhielt zunächst eine Zwei-Minuten-Strafe. Alles normal. Dann blieb der EHC-Akteur aber mit vermeintlicher Verletzung auf dem Boden liegen, woraufhin es fünf Minuten und eine Spieldauerstrafe für Duisburgs Verteidiger gab. Für Uli Egen komplett überzogen: „Der Freiburger hat zwei Minuten später wieder gespielt. Gerade in so einer Finalserie sollte ein Schiedsrichter sicher sein, ob der Spieler wirklich verletzt ist.“

Druck ohne Erfolg

Änderte nichts daran, dass Neumann seinem Team von da an fehlte. Das Gute an der Strafe: Der EVD kämpfte verbissen gegen das wohl entscheidende 2:0 und holte sich damit neuen Schwung, fuhr in Unterzahl sogar gefährliche Konter.

Doch das so herbeigesehnte Tor fiel weder im zweiten Drittel noch im Schlussabschnitt. Duisburg drückte, machte, tat, wurde aber einfach nicht gefährlich genug. Stets fehlte die entscheidende Scheibe vor den Kasten. Am Ende saßen die Füchse niedergeschlagen in der Kabine, während draußen Freiburgs Fans „Nie mehr Oberliga“ sangen. Lars Grözingers Fazit: „Es hat uns das Quentchen Glück gefehlt.“

 
 

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