ASCD verliert das erste Finale

Jan Obschernikats Tor zum 6:7 ließ den ASCD noch einmal hoffen.
Jan Obschernikats Tor zum 6:7 ließ den ASCD noch einmal hoffen.
Foto: FUNKE Foto Services
Spandau gewinnt mit 7:6 und holt damit den ersten Sieg in Duisburg seit 2012. Am Wochenende geht es nun nach Berlin.

Duisburg..  Arno Troost hat Recht behalten. „Jede Serie reißt einmal“, hatte der Trainer des ASC Duisburg im Vorfeld des ersten Play-off-Finalspiels um die Deutsche Wasserball-Meisterschaft gesagt. Seit 2012 war es dem Erzrivalen seines Teams, den Wasserfreunden Spandau 04, nicht mehr gelungen, einen Sieg aus Duisburg mitzubringen. Ausgerechnet am Mittwochabend konnte diese Erfolgsgeschichte nicht fortgeschrieben werden. Die Amateure mussten sich dem Gast aus Berlin mit 6:7 (1:1, 2:3, 2:2, 1:1) geschlagen geben. Nun könnte bei zwei weiteren Niederlagen am kommenden Wochenende der insgeheim zweifellos gehegte Traum von der siebten Deutschen Meisterschaft ein schnelles Ende finden.

Der Rahmen passte, einmal mehr. Rund 500 Besucher sorgten auf der Anlage an der Kruppstraße für ein stimmungsvolles Ambiente – passend für das neunte DM-Finale in Folge zwischen den beiden deutschen Wasserball-Großmächten. Das erste Viertel gab mit ausgeglichenem Verlauf die Richtung des gesamten Spiels vor. Pech hatten die Gastgeber beim 0:1, als ein Spandauer Lattentreffer ins Feld zurückprallte und Maurice Jüngling zur Spandauer Führung abstaubte. Ein schneller Angriff über Keeper Moritz Schenkel und Julian Real brachte den Ausgleich durch Jan Obschernikat. Manuel Grohs verpasste mit einem Wurf gegen die Latte die ASCD-Führung.

Die gab es dann im zweiten Abschnitt: Nach dem 1:2 durch Marin Restovic drehten Real und Paul Schüler die Partie zum 3:2 – es sollte allerdings das einzige Mal bleiben, dass die Duisburger vorn liegen. Moritz Oeler per Kontertor und Peter Markovic 26 Sekunden vor der Pause brachten die Berliner wieder nach vorn. Knapp zwei Minuten nach Wiederbeginn bejubelten die ASCD-Anhänger den vermeintlichen Ausgleich durch Schüler, der aber keine Anerkennung fand. Stattdessen baute Mateo Cuk den Spandauer Vorsprung aus, doch binnen 40 Sekunden egalisierte Pol Goma per Doppelschlag. Aber das 5:5 hielt nicht lange vor, weil Cuk nur 13 Sekunden später antwortete.

Im letzten Viertel legte Oeler das 7:5 für die Gäste nach. Die Entscheidung verpasste Jüngling nach einem von Christian Theis verursachten Fünfmeter, den Moritz Schenkel parierte. Stattdessen machte es Jan Obschernikat noch einmal spannend. Zu mehr reichte es aber nicht – auch weil ein weiteres Tor von Philipp Kalberg nicht anerkannt wurde. Außerdem blieb ein heftiges Einsteigen von Cuk gegen Schüler, der sich dabei eine tiefe Platzwunde am Auge zuzog, ungeahndet.

„Ich bin trotz der Niederlage nicht unzufrieden“, meinte Arno Troost, der eine grundsätzlich gute Leistung seiner Mannschaft gesehen hatte. Das einzige Problem: „Wir haben vier zu leichte Tore kassiert.“ Ziel bleibt es, ein Spiel zu gewinnen und Spandau damit noch einmal nach Duisburg zu holen. Am Wochenende geht es mit zwei Spielen in Berlin weiter: am Samstag um 16 Uhr und am Sonntag um 15 Uhr. Siegt Spandau zweimal, ist das Finale vorbei; ansonsten geht es am kommenden Mittwoch um 20 Uhr in Duisburg weiter.

Tore: Obschernikat, Goma (je 2), Eidner, Real.

EURE FAVORITEN