Aldenraderinnen als Favoritenschreck

Friedhelm Thelen
Alice Scheja war mit zwei Toren am Überraschungserfolg des TVA beteiligt.
Alice Scheja war mit zwei Toren am Überraschungserfolg des TVA beteiligt.
Foto: FUNKE Foto Services
Das Wählen-Team zeigte gegen den Oberliga-Zweiten Fortuna Düsseldorf beim 26:20-Sieg seine beste Saisonleistung. Sonntag geht’s nach Lobberich – ETuS Wedau zu Gast in Neuss.

Duisburg.  In Aldekerk werden sich die Handballerinnen über ihre Kolleginnen aus Aldenrade freuen: Denn der TVA hat im kurzfristig angesetzten Nachholspiel gegen den Oberliga-Tabellenzweiten Fortuna Düsseldorf kurzerhand seine beste Saisonleistung rausgehauen. Die Walsumerinnen besiegten den Favoriten deutlich mit 26:20 (12:8).

„Das war ein unglaubliches Spiel“, freute sich TVA-Trainer Manfred Wählen. „Wir haben über das ganze Spiel hin geführt und nach der Pause ist die Fortuna nicht einmal mehr auf zwei Tore herangekommen.“ Als sich Aldenrade beim 10:5 erstmals auf fünf Tore absetzte, zeichnete sich der Sieg früh ab. „Wir haben unsere Konzepte gespielt, waren aggressiv in der Abwehr und haben unsere Chancen genutzt. Wir haben das gezeigt, was wir wirklich können.“ Ein besonderes Lob bekam Ines Völlings, die sechsmal einnetzte. Die Walsumerinnen haben mit sechs Feldspielerinnen durchgespielt, „weil es einfach so gut lief“. Jenny Lang ist noch angeschlagen und Lisa Hüsken kann so noch für die Reserve eingesetzt werden.“ Düsseldorf liegt durch die Niederlage in Duisburg nun drei Punkte hinter Spitzenreiter Aldekerk, der TVA steht auf Rang sechs.

Für den TVA geht es am Sonntag (11.45 Uhr) mit dem Auswärtsspiel beim TV Lobberich weiter, der derzeit auf Platz elf rangiert. „Das wird ein gänzlich anderes Spiel“, sagt Wählen. „Sie haben keine Rückraum-Raketen wie Düsseldorf, dafür aber kleine, quirlige Spielerinnen.“ Und auch Lobberich überraschte kürzlich durch einen 32:29-Sieg in Lank.

TV Aldenrade –
Fortuna Düsseldorf 26:20 (12:8)

TVA: Schauenburg (8), Völlings (6), Gensch (4), Getz, Ludwig (je 3), Scheja (2).

Derweil muss der ETuS Wedau im Abstiegskampf am Sonntag (16 Uhr) beim Neusser HV ran. „Das ist für mich ein Heimspiel“, sagt Wedaus Trainer Andreas Dellbrügge, der in Neuss lebt. „Ich kenne natürlich einen Großteil der Spielerinnen und bin überzeugt, dass wir besser sind und dieses Spiel gewinnen können.“ Das ist auch notwendig. Durch den 19:17-Sieg gegen das Null-Punkte-Schlusslicht TV Biefang hat Wedau den Rückstand auf Neuss auf drei Plus- und einen Minuspunkt reduziert. Gewinnen die Duisburgerinnen, sind sie wieder mittendrin im Rennen um einen Oberliga-Startplatz. Coach „Delle“ hofft, dass Denise Wussow wieder dabei sein kann, die sich in der vergangenen Woche ein blaues Auge zugezogen hatte.