622 Minuten torlos - Onuegbu will wieder treffen für den MSV

Die Anzahl der Spiele, in denen Kingsley Onuegbu leer ausging, ist in der Rückrunde hoch. In dieser Szene hat er beim 0:0 gegen den SV Wehen Wiesbaden das Nachsehen.
Die Anzahl der Spiele, in denen Kingsley Onuegbu leer ausging, ist in der Rückrunde hoch. In dieser Szene hat er beim 0:0 gegen den SV Wehen Wiesbaden das Nachsehen.
Foto: WAZ FotoPool
Beim Auswärtsspiel in Unterhaching hat Kingsley Onuegbu die Gelegenheit, seine maue Rückrundenbilanz etwas zu verschönern. Seit dem 15. März, als er den Führungstreffer gegen Holstein Kiel beisteuerte, wartet der Duisburger Stürmer mittlerweile auf ein Erfolgserlebnis.

Duisburg. In der Hinrunde bewegte sich Kingsley Onuegbu beim Fußball-Drittligisten MSV Duisburg auf der Überholspur. Viele Wochen lieferte sich der Stürmer ein enges Rennen mit Darmstadts Knipser Dominik Stroh-Engel. In der Rückrunde gingen die Trefferquoten deutlich auseinander. Der 13-fache Saisontorschütze Onuegbu traf im Jahr 2014 nur beim 2:1 gegen RB Leipzig und beim 1:1 gegen Holstein Kiel. „DSE“ traf quasi alles und hat mittlerweile 27 Tore auf seinem Konto. Leipzigs Daniel Frahn ist mit 17 Treffern am „King“ vorbeigerauscht.

Duisburgs Zoundi bleibt verletzt zuhause

Am Samstag (13.30 Uhr live in unserem Konferenz-Ticker) beim Auswärtsspiel in Unterhaching hat Kningsley Onuegbu die Gelegenheit, die maue Rückrundenbilanz etwas zu verschönern. Seit 622 Minuten wartet der Ex-Fürther mittlerweile auf ein Erfolgserlebnis, zuletzt gab es im eigenen Stadion erstmals Unmutsäußerungen bei misslungenen Aktionen. Trotz der Durststrecke hält Coach Karsten Baumann am Brecher fest. Auch deswegen, „weil Kingsley meistens zwei Gegenspieler auf sich zieht. Das schafft Räume für uns.“ Auf der anderen Seite fehlen auch die schlagkräftigen Alternativen.

Patrick Zoundi kann offensiv durchaus Akzente setzen, wie er nach seiner Einwechslung gegen Elversberg (3:0) mit einem Doppelpack belegte. Allerdings fällt der frühere Berliner wegen einer schmerzhaften Schienbeinprellung aus. Winter-Neuzugang Gerrit Wegkamp ist zwar ehrgeizig und wirft viel Kampfgeist in seine Aktionen, die Kaltschnäuzigkeit fehlt dem Blondschopf aber bisher in der 3. Liga.

Duisburger Tore zuletzt nur von Defensivstrategen

Bezeichnend: Das letzte Offensivtor der Meidericher datiert vom 29. März, als Michael Gardawski beim 2:0 in Saarbrücken die Führung erzielte. In den vergangenen vier Begegnungen gab es nur noch zwei Duisburger Tore, die jeweils Defensivstrategen erzielten: Branimir Bajic gelang das 1:0-Siegtor gegen Osnabrück, Markus Bollmann traf beim 1:1-Remis in Halle.

Und jetzt? „Wir versuchen, genauso gut aufzutreten wie zuletzt in Halle“, sagt Chefcoach Karsten Baumann, „Unterhaching wird alles reinwerfen, um in der Liga zu bleiben.“ Dass die Saisonendphase für sein Team zur Qual wird, davon geht der Ex-Profi nicht aus. „Ich habe keine Bedenken, dass die Luft raus sein könnte. Wir haben bisher auch unter schwierigen Bedingungen Leistung gezeigt. Dass es von der Kraft und Konzentration schwer wird, spüre ich bei meinen Jungs bisher nicht.“

Dafür hatte die medizinische Abteilung innerhalb der Woche regen Zulauf. Immerhin sind die Verletzungen von Michael Ratajczak, Michael Gardawski, Nik Ledgerwood, Pierre De Wit und Markus Bollmann so weit abgeklungen, dass die die Reise gen Süden mit antreten konnten. Die MSV-Fans zeigen in Haching mit 500 Leuten Flagge. Für das FVN-Pokalfinale gegen Hiesfeld (15. Mai) waren Freitag nach sechs Stunden Vorverkauf 10 000 Tickets vergriffen. Von Euphorieabfall keine Spur...

 
 

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