2. Bundesliga der Frauen wird ab dem Jahr 2018 eingleisig

Auf ein weiteres Zweitliga-Duell mit Gütersloh könnten Lee Falkon (links) und der MSV gut verzichten.
Auf ein weiteres Zweitliga-Duell mit Gütersloh könnten Lee Falkon (links) und der MSV gut verzichten.
Foto: Stephan Eickershoff
Der Deutsche Fußball-Bund legt die Staffeln Nord und Süd nach der kommenden Saison zusammen. Der MSV Duisburg möchte sich damit nicht befassen müssen.

Duisburg.  Nach aktueller Ligenzusammensetzung ist es für den MSV Duisburg nicht von Belang – es könnte aber ein Thema werden, wenn die Mannschaft von Trainerin Inka Grings auch am Saisonende den elften Platz einnimmt, den sie aktuell in der Frauenfußball-Bundesliga belegt: Der Deutsche Fußball-Bund hat beschlossen, dass die 2. Bundesliga ab der Saison 2018/19 eingleisig spielen wird. Im Moment gibt es noch zwei Staffeln mit je zwölf Teams; die gemeinsame Liga soll dann 14 Mannschaften umfassen.

Ziel sei es, so Margit Stoppa, die Vorsitzende des DFB-Ausschusses für Frauen- und Mädchenfußball, die Qualität im Unterhaus zu steigern und eine größere Leistungsdichte zu erhalten. Das sollte sich dann auch im Abschneiden der Aufsteiger zur 1. Liga niederschlagen. Die aktuellen Zahlen sprechen Bände: In den vergangenen sechs Spielzeiten belegten acht von insgesamt zwölf aufgestiegenen Teams am Saisonende die beiden Abstiegsplätze.

Noch eine alarmierende Zahl: Seit 2007/08 konnte der Meister der Zweitliga-Nordstaffel kein einziges Mal die Erstklassigkeit erhalten. Kein gutes Omen übrigens für die Zebras, die in der vergangenen Saison ohne Punktverlust durch die Nord-Gruppe marschierten.

Kriterien für Qualifikation sind noch offen

Ob und wie der MSV sich mit dieser Thematik befassen muss, wird der weitere Verlauf der aktuellen Spielzeit zeigen. Bleibt das Grings-Team auf einem Abstiegsplatz, wäre vermutlich der direkte Wiederaufstieg das Ziel; reicht es dazu nicht, wäre dann die Devise, sich für die eingleisige 2. Bundesliga zu qualifizieren, wobei der DFB die Kriterien dafür noch nicht preisgegeben hat.

Reserveteams von Erstligisten müssen als U-20-Mannschaften spielen

Neu werden ab 2018/19 dann auch die Bedingungen für zweite Mannschaften von Erstliga-Teams sein; davon gibt es in beiden Staffeln zusammen momentan sechs. Sie dürfen künftig nur noch als U-20-Mannschaften mit Ergänzung durch drei ältere Spielerinnen antreten. Für den MSV stellt sich diese Frage nicht: Die eigene zweite Mannschaft, unter dem Vorgängerverein FCR 2001 lange Jahre Zweitligist, belegt derzeit den letzten Platz der drittklassigen Regionalliga.

Hier bleibt abzuwarten, wie sich ein eventueller Abstieg von West-Teams aus der 2. Bundesliga nach unten hin auswirkt. In der Nord-Gruppe kicken aktuell mit Arminia Bielefeld, dem Herforder SV und dem FSV Gütersloh drei NRW-Vereine, in der Süd-Staffel ist es nur der 1. FC Köln.

 
 

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