Turnbull traf für die DEG zum 2:1-Sieg gegen die Freezers

Die DEG schlug die Freezers 2:1.
Die DEG schlug die Freezers 2:1.
Düsseldorf. Drei Spiele, drei Siege, neun Punkte! Die DEG-Eishockeycracks sind im Jahr 2013 einfach nicht zu stoppen. Nach Hannover und Augsburg musste gestern Abend auch der Titelmitfavorit und Tabellenzweite aus Hamburg dran glauben. Beim dritten Heimsieg in Serie setzten sich die Rot-Gelben mit 2:1 (0:0, 1:1, 1:0) gegen die Freezers durch.

Düsseldorf.. „Wir sind stolz auf unser Team!“ skandierten die 4170 Zuschauer nach der Schlusssirene. Gerade hatte die DEG 2:1 (0:0, 1:1, 1:0) gegen die Freezers gewonnen. Vor dem ersten Bully hielten die Anhänger noch drei Plakate mit der Aufschrift „Deutsche Eishockey Lachnummer“ hoch. Dies war die plakative Antwort der Fans an die DEL auf die sechs Spiele Sperre von Daniel Kreutzer nach dessen Zusammenprall mit Hannovers Gerrit Fauser.

Die Lücke, die der Ausschluss des DEG-Urgesteins aufriss, füllte der bisherige Assistenz-Trainer Colin Long. Der 23-jährige US-Amerikaner betrat gestern Abend um 19.31 Uhr nach 16-monatiger Leidenszeit erstmals das Eis für sein erstes DEL-Match. Beschwerden nach Gehirnerschütterungen hatten den Kalifornier bislang außer Gefecht gesetzt.

Technisch wusste Long zu überzeugen

Die fehlende Spielpraxis war dem US-Boy durchaus anzumerken. In Zweikämpfen war gegenüber den Teamkollegen eine deutliche Zurückhaltung erkennbar. An der Scheibe wusste Long jedoch technisch zu überzeugen. So ganz hatte der Debütant, für den Verteidiger Marc Zanetti als überzähliger Ausländer auf der Tribüne Platz nehmen musste, das Pech allerdings auch noch nicht abgeschüttelt.

Ausgerechnet als der unter der Woche nachlizenzierte Center auf der Strafbank saß, eröffneten die Hanseaten durch den ehemaligen DEG-Stürmer Rob Collins in der 26. Spielminute den Torreigen.

Ausgleich zehn Minuten nach der Führung

Die Rot-Gelben hatten mit etwas Verzögerung jedoch die passende Antwort parat. Zehn Minuten nach der Führung der Gäste glich Travis Turnbull mit einer starken Einzelleistung aus. Der 26-jährige Stürmer umfuhr bei seinem ersten Streich erst das gegnerische Gehäuse, verzögerte vor dem Tor und setzte die Hartgummischeibe anschließend unter die Latte.

Im Schlussdurchgang musste sich das Brittig-Team dann jedoch nicht nur gegen die mit sieben Millionen Euro rund doppelt so „schweren“ Nordlichter durchsetzen, sondern auch gegen die Schiedsrichter, die immer wieder leichtfertig einen DEG-Spieler auf die Strafbank schickten. Die Ungleichheit mündete in einer Disziplinarstrafe für den sich beschwerenden Ashton Rome. Es ist die dritte große Strafe, damit ist der 27-jährige Kanadier am Sonntag (16.30 Uhr, Rather Dome) gegen der ERC Ingolstadt gesperrt.

Eigene Überzahl genutzt

Die Rot-Gelben ließen sich jedoch auch davon nicht in ihrem Aufwind beirren, behielten die Nerven und nutzten eine eigene Überzahl zum 2:1 durch Doppeltorschütze Turnbull – auf Vorlage von „Neuling“ Long. Die Führung hielt ein stark aufgelegter Bobby Goepfert mit sehenswerten Paraden fest.

„Ich habe gefühlt schon eine Million Spiele gemacht. Aber ich war wohl noch nie so nervös. Am Anfang war ich noch etwas ängstlich, bin aber immer besser ins Spiel gekommen. Das Team und der Trainer haben mich in den vergangenen Monaten super unterstützt“, so Debütant Colin Long überglücklich.

 
 

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