Spitze weg – Klage von Davies

Enttäuschung bei der DEG. Zach Hamill (ganz links) trifft zum 2:0 für Iserlohn.
Enttäuschung bei der DEG. Zach Hamill (ganz links) trifft zum 2:0 für Iserlohn.
Foto: NRZ
Kein guter Tag für die Düsseldorfer EG, die den Iserlohn Roosters mit 3:5 unterliegt. Zudem verklagt der Ex-Stürmer die Rot-Gelben auf über 140 000 Euro.

Düsseldorf.  Nach zwei Spieltagen an der Tabellenspitze und zwölf Siegen aus den jüngsten 13 Partien hat es nun auch die DEG mal wieder erwischt. Vor 8169 Zuschauern unterlag der achtmalige Deutsche Eishockey-Meister gestern Abend im DEL-Topspiel mit 3:5 (0:2, 2:0, 1:3) gegen den Rangdritten aus Iserlohn. Die Roosters zogen nach Punkten gleich, bleiben jedoch auf Grund des schlechteren Torverhältnisses hinter den Rot-Gelben. Neuer Spitzenreiter sind die Eisbären aus Berlin, die 3:1 gegen die Kölner Haie gewannen. „Von den fünf Toren haben wir vier zu leicht hergeschenkt. Wenn man gegen eine solche Spitzenmannschaft so leichte Fehler macht, nutzt diese das natürlich eiskalt aus. Das war heute der Unterschied“, kritisierte Kapitän Daniel Kreutzer.

Die erste schlechte Kunde gab es bereits einige Stunden vor dem ersten Bully. Ex-DEG-Stürmer Michael Davies hat den Klub auf Zahlung von Schadenersatz in Höhe von insgesamt mehr als 140 000 Euro verklagt und verlangt darüber hinaus den Ersatz sämtlicher Schäden, die ihm aufgrund der in der vergangenen Saison gegen ihn verhängten Dopingsperre sowie wegen einer behaupteten Falschaussage des ehemaligen DEG-Geschäftsführers Jochen A. Rotthaus noch entstehen werden.

Während der Klub betont, sich stets fair und vertragsgemäß verhalten zu haben, ohne aufgrund des Verfahrens weitere Äußerungen tätigen zu wollen, trägt Davies vor, dass die DEG und ihre Beauftragten die Beantragung einer medizinischen Ausnahmegenehmigung für ein Medikament bei der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA) versäumt hätten, ihn in der Folge falsch informiert hätten und trotz Kenntnis der Einnahme des Medikaments am Spielbetrieb teilnehmen ließen. Die Güterverhandlung findet am 27. Januar im Amtsgericht Düsseldorf statt. Ob die DEG in diesem Duell den Kopf besser aus der Schlinge ziehen kann als gestern Abend in der Partie gegen Iserlohn? Ende offen.

Auf dem Eis hatten die aktuellen DEG-Cracks im ersten Abschnitt gegen die Passgenauigkeit und den Sturmlauf der Iserlohn Roosters zunächst nur wenig entgegenzusetzen und mussten sich noch glücklich schätzen, dass sie nur mit 0:2 im Hintertreffen lagen.

Ab dem zweiten Abschnitt konnte zwar auch die Rot-Gelben mehr Druck aufbauen, taten sich jedoch weiterhin schwer, gefährlich mittig vor das Tor zu ziehen. Bis, ja bis zu einem weiteren Geniestreich von „Professor“ Rob Collins. Aus eigentlich aussichtsloser Position schlenzte der begnadete Techniker die Scheibe aus dem Handgelenk über IEC-Schlussmann Chet Pickard unter die Latte ins Netz. Der Knotenlöser. Nur 84 Sekunden später glich Chris Minard in Überzahl zum 2:2 aus. In der Defensive blieben die Rot-Gelben jedoch weiter anfällig. Zwar hatte der Angriff auch auf die erneute Roosters-Führung durch Manuel Strodel eine schnelle Antwort parat. Jene auf den vierten Streich der Sauerländer blieb jedoch aus; die Gäste trafen noch zum 3:5 ins leere Tor.

 
 

EURE FAVORITEN