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Schwede links, mit Pass!

24.07.2012 | 20:00 Uhr
Schwede links, mit Pass!

Düsseldorf. Die Beine waren noch etwas schwer, als die Handballer des ART mit den letzten Sonnenstrahlen am Montagabend um die Wette liefen. Der halbstündige Aufgalopp des Drittligisten auf der Tartanbahn im Rather Waldstadion war jedoch nur das Vorgeplänkel zum Start in die heiße Phase der Saisonvorbereitung. Im Anschluss ging es für die 16-köpfige Drittliga-Truppe von ART-Trainer Benjamin Daser, aus der nur die urlaubenden Marc Pagalies und Patrik Ranftler fehlten, zum ersten Hallentraining.

Sprint über „Himmelsleiter“

„Es tut gut, endlich wieder einen Ball in der Hand zu haben“, strahlte Torjäger Markus Neukirchen. Und sprach damit seinen Teamkollegen aus der Seele. Vor der dreiwöchigen Trainingspause hatten sie bereits die „Schweinephase“ einer jeden Vorbereitung durchlaufen, Kraft, Ausdauer und Kondition gebolzt. Waldläufe und Sprints über die „Himmelsleiter“, einer vielstufigen, steilen Treppe inklusive.

„Die Grundlagen haben wir gelegt. Körperlich sind die Jungs schon in einer sehr guten Verfassung“, freut sich Coach Daser, „nun geht es an die handballerischen Feinheiten.“

Daser ging am Montagabend gleich in die taktischen Vollen. Nach der halbstündigen Laufeinheit und einem kurzen Warmpassen in der neuen Waldsporthalle, wurde vor handverlesenen sechs Fans auf der Tribüne gleich das taktische Rüstzeug ausgepackt. „Schwede links, mit Pass!“, lautet einer von vielen Spielzügen, den die Handballer in den kommenden Wochen bis zum ersten Pflichtspiel am 25. August in der ersten DHB-Pokalrunde beim Nord-Drittligisten HSG Tarp Wanderup noch in Endlosschleife praktizieren werden.

Lauf- und Passwege werden so zu Automatismen geformt. Bei der Trockenübung lief der Spielzug, bei dem mit einem einlaufenden Außenspieler und einem Wechsel im Rückraum eine Überzahlsituation erzeugt werden soll, verständlicher Weise alles andere als rund. „Mehr Dampf im Angriff, mehr Körperspannung von der Abwehr“, fordert Daser lautstark.

Im kleinen Trainingsspiel beginnen die Automatismen bereits zu greifen, sieht der „Schwede“ schon recht passabel aus.

Davon bekommen die Leistungsträger Henning Padeken (Handgelenksverletzung) und Torhüter Mathias Lenz (Fußverletzung) nichts mit. Im abgetrennten Hallendrittel, in dem Torwart-Trainer Christoph Müller die Keeper schwitzen lässt, absolvieren sie mit dem ebenfalls angeschlagenen Dimitri Mohr (Rippenprellung) unter Anleitung von Co-Trainer Jan Kassens schweißtreibende Gymnastikübungen. Ohne „Schwede“, dafür mit Medizinball.

Marcus Gülck

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2012-07-24 20:00
Düsseldorf