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Projekt gescheitert

06.06.2012 | 21:46 Uhr

Düsseldorf. Die vor ein paar Wochen verspätet eingereichten Lizenzunterlagen bei der BBL hätten bereits ein Warnsignal sein müssen, wie es um die Professionalität bei den Giants bestellt ist. Der doppelte Lizenzentzug sowie das eindeutige Scheitern bei der Bewerbung um eine Wildcard, sind die offiziellen Quittungen der Liga, deren Vertreter unlängst betonten, dass sie sich bereits seit längerer Zeit ein Bild davon gemacht hätten, wie es um das Geschäftsgebaren der Giants steht. Die klaren Signale, dass dem Verein die nötige Professionalität für Erstliga-Basketball an vielen Ecken fehlt, wollen die Verantwortlichen auch nach dem jüngsten Resultat nicht vernehmen. Die Entscheidung der Bundesligisten war nur eine logische Konsequenz, die das vorläufige Aus der Giants besiegelte.

Mit viel Engagement hatte Murat Didin die Giganten vor zwei Jahren mit seinen türkischen Sponsoren im Portfolio vor dem damals drohenden Aus bewahrt. Sich danach jedoch auch fast jeder verfügbaren Stellung bemächtigt – ist vom Trainer über den Geschäftsführer- sowie Gesellschafterposten zum Alleinherrscher aufgestiegen. Und war nicht bereit, Verantwortung auf mehrere Schultern zu verteilen. Dafür erhielt der Düsseldorfer Profi-Basketball nun die Quittung.

Nur vier Jahre nach dem Umzug aus Leverkusen, dem Aus für die erste GmbH (2008 bis 2010) und der scheinbar drohenden zweiten Insolvenz, scheint die Geschichte der Giants vor dem Aus – und mit ihr auch Profi-Basketball in der Stadt. Das Projekt scheint gescheitert. Der Stammverein könnte nun jedoch ohne Didin, aber mit seiner sportlich in die Regionalliga aufgestiegenen ersten Mannschaft einen grundsoliden Neuanfang starten.

Mareike Scheer

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2012-06-06 21:46
Düsseldorf