Pannen-Saison von DEG-Kapitän Kreutzer „perfekt“

DEG-Kapitän Daniel Kreutzer ist gegen die Kölner Haie gesperrt - zum neunten Mal.
DEG-Kapitän Daniel Kreutzer ist gegen die Kölner Haie gesperrt - zum neunten Mal.
Foto: Stefan Arend / WAZ Fotopool
Der DEG-Kapitän fehlt Freitag per Sperre im letzten Saison-Heimspiel gegen Köln. Und das 1000. rot-gelbe DEL-Match wird am Sonntag ein Abschied auf ungewisse Zeit für den finanziell angeschlagenen achtmaligen Deutschen Meister.

Düsseldorf. Auch das noch! Für DEG-Kapitän Daniel Kreutzer ist (s)eine Pleiten-, Pech- und Pannen-Saison seit Sonntagabend „perfekt“. Deprimiert bestieg das 33-jährige rot-gelbe Eigengewächs nach dem 2:4 in Krefeld den Mannschaftsbus. Dabei ärgerte die Eishockey-Gallionsfigur nicht nur der irregulär gegebene erste KEV-Treffer. Der Puck landete am Lattenkreuz, sprang von dort für jeden ersichtlich auf das Eis zurück. Doch trotz einer Analyse der bewegten Bilder entschied das Schiedsrichter-Duo Aumüller/Yazdi fälschlicherweise auf Tor. Und brachte das Trainer-Duo damit auf die Palme.

„Dann aber Einspruch einzulegen, bringt gar nichts“, betonte DEG-Manager Walter Köberle. Tatsachenentscheidung, wie man weiß! Viel schwerer als die unnötige Niederlage im DEL-Straßenbahn-Derby wog jedoch die Disziplinarstrafe gegen Kreutzer. Es war seine dritte. Damit ist das Eishockey-Urgestein am Freitag nicht mit dabei, wenn die Kölner Haie ab 19.30 Uhr zum letzten Heimspiel im Rather Dome gastieren.

„Nach den zwei Minuten, die gegen mich gepfiffen wurden, habe ich einfach nur abgewunken. Und dafür direkt einen ‚Zehner‘ bekommen. Das ist natürlich sehr bitter, aber passt zu dieser Saison. Das ist schon mein neuntes Spiel, das ich gesperrt fehle – ausgerechnet gegen die Haie in eigener Halle zur letzten Partie“, so der enttäuschte rot-gelbe Anführer.

Erst am Sonntag kann Kreutzer wieder spielen

Erst am Sonntag (erstes Bully: 14.30 Uhr, Arena am Allerpark), zum Abschluss der Spielzeit bei den Grizzly Adams aus Wolfsburg, ist Kreutzer wieder dabei. Es wird der 1000. DEG-Auftritt in der DEL sein. Danach müssen die Fans erst einmal Abschied nehmen von ihrem selbsternannten „geilsten Tabellenletzten aller Zeiten“. Für wie lange? Das ist erst einmal fraglich. Die Zukunft der einstigen Pucksport-Hochburg bleibt ungewiss. Dass weiterhin mehr als 1,5 Millionen Euro zum selbst gesteckten Minimaletat fehlen, ist bekannt. Ob es einen Fortbestand des achtmaligen Deutschen Meisters in der DEL gibt, wird sich somit erst in den kommenden Wochen zeigen. Spätestens am 24. Mai. Dann ist die Frist für erfolgreich ausgefüllte und belegte Lizenzunterlagen abgelaufen.

Eine bessere Kulisse als vor dem 199. Derby gegen Köln, für das bereits über 10.000 Tickets vergriffen sind, könnten die Rot-Gelben für die eventuelle Verkündung eines weiteren Meilensteins zur Rettung nicht bekommen. Wenn es denn einen zu verkündigen gäbe . . .

Internationale Angebote

Dann könnte auch Manager Walter Köberle seine Arbeit weiter vorantreiben. Mit den Youngsters Daniel Fischbuch, Manuel Strodel, Alexander Preibisch, Bernhard Ebner sowie Routinier Niki Mondt und Torsteher Bobby Goepfert stehen bislang sechs Profis des aktuellen Kaders auch für die Spielzeit 2013/2014 unter Vertrag. Ob auch Kapitän Daniel Kreutzer bleibt, der eine höhere Offerte von Liga-Konkurrent Iserlohn Roosters vorliegen haben soll, ist ungewiss.

Fraglich ist besonders auch der Verbleib von Calle Ridderwall. Der 24-jährige Angreifer hat sich in seiner Premierensaison in den Vordergrund gespielt. Stieg vom Nobody zum aktuell fünftbesten DEL-Punktesammler auf. 20 Tore, 32 Vorlagen und somit 52 Punkte in 49 Partien hat der Schweden-Import auf seinem Konto bislang verbucht. Und sich auf zahlreiche Listen der nationalen und internationalen Konkurrenz geschossen. Nachteil DEG: Auch aus der Heimat sollen gut dotierte Angebote vorliegen. Noch hat der Blondschopf nach eigenen Angaben nirgendwo unterschrieben. Dies dürfte nach Ablauf der Spielzeit jedoch nur eine Frage der Zeit sein.

 
 

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