Licht aus bei DJK Flingern

Am Dienstagabend erloschen die Flutlichter auf dem Sportplatz der DJK SC Flingern ein letztes Mal. Noch wenige Stunden zuvor waren zahlreiche Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Vorfreude auf das anstehende Training zum Flinger Broich angekommen. Wenig später herrschte beim Nachbarn der Fortuna nur noch Stille, Leere und Ratlosigkeit. Der Vorstand teilte den Trainern und Fußballern mit, dass alle Mannschaften vom Spielbetrieb zurückgezogen werden. Der Kampf gegen die drohende Insolvenz ist somit offiziell verloren, der SC Flingern ist Geschichte.

„Dass es Probleme gab, war allen bewusst. Trotzdem war die plötzliche Mitteilung ein Schock. Einige Kinder haben sogar angefangen zu weinen“, erklärte Stilianos Kosmidis, Coach der Kreisliga-B-Senioren.

Kosten verdoppelt

Bereits seit Monaten kämpfte der finanziell angeschlagene Fusionsklub ums Überleben. Grund: Die Finanzierungskosten des neuen Vereinsheims und Kabinentraktes sowie der Sanierung der alten Anlagen konnten nicht mehr gestemmt werden. Von 2011 geplanten 600 000 Euro verdoppelte sich die Summe auf 1,2 Million Euro. „Da in der selben Zeit die Mitgliederzahlen von 600 auf nur 250 sanken, wurde der SCF zahlungsunfähig“, so der erste Vorsitzende, Stephan Bürger.

Am Montag wird der Vorsitzende den wohl schwersten Gang seiner Amtszeit antreten. Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung wird er das Ende des Vereins verkünden.

Was mit Spielern und Trainern passiert, bleibt offen. Die Seniorenkicker meldeten sich allesamt ab und sind aufgrund des Rückzugs sofort für andere Klubs spielberechtigt. Doch besonders die Kleinsten leiden unter der Auflösung. Die B-Junioren wechselten bereits geschlossen zum SV Oberbilk.

 
 

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