Kris Sparre geht ab sofort für DEG auf Torejagd

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Nach der 2:4-Niederlage gegen Spitzenreiter Mannheim erwarten die Düsseldorfer heute den Tabellenzweiten Hamburg. Dabei freut sich der Neuzugang auf sein Debüt.

Düsseldorf. Christof Kreutzer hat daheim mit seiner Frau Jutta angestoßen. Eigentlich hätten sie allen Grund gehabt, die Sekt- oder Champagnerkorken knallen zu lassen, denn die Bilanz 2014 des neuen Cheftrainers der DEG ist überaus positiv. Doch sie genossen den Abend bei einem Glas Wein. „Natürlich haben wir auf viele gute Dinge zurückgeblickt“, berichtet Christof Kreutzer. „Ich hoffe, dass es so weitergeht. Es war viel Arbeit, aber es macht Spaß, wenn es fruchtet.“

Die bittere 2:4-Niederlage gegen Spitzenreiter Mannheim, die durch einen unberechtigten Penalty kurz vor Schluss für die Gäste besiegelt wurde, ist für Kreutzer kein Thema mehr, zumal er mit der Leistung seiner Mannschaft, die die Fans begeisterte, sehr zufrieden war.

Große Herausforderung

Bereits heute (19.30 Uhr) steht die DEG vor der nächsten großen Herausforderung, wenn der Tabellenzweite Hamburg Freezers im Rather Dome gastiert. Dabei wird Kris Sparre sein Debüt im rot-gelben Trikot geben. Der Torjäger wechselt aus Dresden an den Rhein. Der beste Scorer der zweiten Liga, der gestern erstmals mit der Mannschaft trainierte, soll heute spielberechtigt sein. „Die Voraussetzungen sind erfüllt“, sagt Christof Kreutzer und verrät: „Er war nicht der einzige Kandidat.“ Der Coach ist zuversichtlich, dass Sparre der Richtige ist.

Der 31 Jahre alte Deutsch-Kanadier, der bereits 257 Spiele in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) für Berlin, Ingolstadt und Iserlohn absolvierte, wollte unbedingt zurück in die DEL. Von sich und seinem Können überzeugt hatte er deshalb in Dresden auch nur einen Vertrag bis zum Jahresende unterschrieben. „Er hat dafür hart gearbeitet“, sagt Christof Kreutzer anerkennend. „Ich hoffe, dass wir einen hungrigen Spieler bekommen, der beweisen will, dass er zurecht in der DEL spielt, viel Selbstbewusstsein getankt hat und uns weiter hilft.“ Kreutzer verspricht sich noch mehr Qualität in der Breite. „Die vielen Spiele zeigen doch, dass das wenige Schultern nicht stemmen können“, sagt er. „Je gefährlicher alle Formationen sind, desto besser.“ Auch die Ungewissheit, ob und wann Dopingsünder Michael Davies wieder mitspielen kann, dürfte ein Grund für die Verpflichtung von Sparre gewesen sein.

Kreutzer hofft heute aber nicht nur auf Sparre, sondern auch auf das Comeback von Stephan Daschner. Der Verteidiger hatte wegen einer Adduktorenverletzung zwölf Tage pausiert. „Er wird es versuchen, aber wir wollen kein Risiko eingehen“, sagt Kreutzer.

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