Hertha BSC stellt Fortuna auf weitere Geduldsprobe

Fortuna Düsseldorf kann das Skandalspiel einfach nicht abhaken. Noch steht Hertha der Gang vor das Schiedsgericht des DFB offen.
Fortuna Düsseldorf kann das Skandalspiel einfach nicht abhaken. Noch steht Hertha der Gang vor das Schiedsgericht des DFB offen.
Foto: WAZ FotoPool
Die Planungen für die Bundesliga laufen bei Fortuna Düsseldorf auf Hochtouren. Zuletzt wurde die Verpflichtung von Bruno Soares bekannt gegeben. Doch Ruhe kehrt immer noch nicht ein. Denn Hertha BSC könnte noch einmal Einspruch einlegen. Die Entscheidung darüber fällt am Dienstag.

Düsseldorf.. Drei Brasilianer sind in der Saison 2010/11 bei Fortuna nicht wie gewünscht zum Zug gekommen. Rockenbach da Silva spielt seit Januar 2011 bei Viertligist RasenBall Leipzig, Wellington bei Zweitligist Guarani in der Heimat. Abwehrrecke Tiago mischte zuletzt bei den Newcastle Jets in der australischen A League mit. Die Zeit scheint allerdings gekommen, es mal wieder mit einem Brasilianer am Rhein zu versuchen. Gestern gab Fortuna erwartungsgemäß den Dreijahresvertrag mit Innenverteidiger Bruno Soares bekannt.

Der bullige 1,94-Meter-Abwehrrecke gilt von der Statur her als prima Nachfolger von Assani Lukimya-Mulongoti, der sein Glück bekanntlich beim SV Werder Bremen suchen wird. Bruno Soares spielte seit Sommer 2009 beim Nachbarn MSV Duisburg, gilt als robust, aber auch als undiszipliniert. In der Saison 2010/11 kassierte der 23-Jährige gleich drei Platzverweise.

Der Kicker aus Belo Horizonte war vor drei Jahren aus der Heimat nach Deutschland gewechselt. In Brasilien war Bruno Soares für den Zweitligist Parana Clube sowie für den Serie-A-Starter und 1985-er Meister Coritiba FC am Ball. Beide Vereine sind in der 1,7-Millionen-Einwohner-Stadt Curitiba zu Hause.

Hertha will auf Mitgliederversammlung über erneuten Einspruch abstimmen

Wie seine neue Kollegen auch, wird sich Bruno Soares am 29. Juni zum Eröffnungstraining an der Arena einfinden. Das steht schon fest. Wackelig ist dagegen immer noch der Urlaub für die Fortuna-Profis. Noch steht im Raum, dass die Berliner Hertha im Streit um das Relegations-Spielergebnis von vor zwei Wochen in die dritte Instanz gehen könnte: das DFB-Schiedsgericht. Präsident Werner Gegenbauer kündigte gestern in einem Brief an die 30.000 Mitglieder an, das Vorhaben am Dienstag (ab 19 Uhr) auf der Hertha-Vollversammlung mit den zu erwartenden 3000 Stimmberechtigten zu besprechen.

Ob nach zwei verlorenen Instanzen vor den Frankfurter DFB-Gerichten im Zuge des chaotischen Endes der Bundesliga-Entscheidung eine dritte (Niederlage) notwendig ist? Vielleicht versucht Gegenbauer ja auch nur, mit einem Statement a la „Wir haben doch alles versucht“ bei den Mitgliedern für seine Wiederwahl zu punkten.

Erneuter Hertha-Einspruch würde lange Wartezeit bedeuten

Sollte tätsachlich das Schiedsgericht angerufen werden, wäre mit einer Verhandlung erst in der nächsten Woche zu rechnen. Bis Dienstag ist bei Fortuna trotzdem das Training erst einmal ausgesetzt.

Übrigens: In einem Testspiel kam Timo Furuholm mit Finnland gegen die Türkei in Salzburg zu einem 3:2-Erfolg. Der Fortuna-Angreifer stand 90 Minuten auf dem Platz. Adam Matuschyks Polen setzten sich in einem EM-Vorbereitungsspiel in Klagenfurt gegen die Slowakei mit 1:0 durch.

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