Giants-Werfer Dennis Mims hat resigniert

Foto: Uwe Schaffmeister / waz Fotopool
Korbwerfer Dennis Mims weilt noch wegen Rehabilitationsmaßnahmen in der Stadt. An seiner Gehaltslage hat sich nichts verändert. Um sein Gehalt einzuklagen, müsste er in Vorlage treten. Die finanziellen Probleme des Vereins dürften auch weitere Werfer abschrecken.

Düsseldorf.. Kehrt bei den Zweitliga-Basketballern der Giants nun endlich die Ruhe der Saisonpause ein? Vor einer Woche erhielten die zunächst zwangsabgestiegenen Giganten nachträglich und auf Bewährung doch noch die Spielgenehmigung im BBL-Unterhaus „Pro A“ (die NRZ berichtete). Einige Gönner sollen mit Verspätung doch noch ihre zugesagten Sponsorenzahlungen getätigt haben, nachdem diese zeitweise aufgrund von Unzufriedenheit wohl eingefroren worden sein sollen. Einige Gläubiger sollen ihre noch ausstehenden Summen erhalten haben.

Arrangements für Heimflug

Doch wie sieht es bei den Korbwerfern aus, die zuletzt zu fünft in zwei Wohnungen lebend auf ein Rückflugticket und ihre Gehaltszahlungen warteten? Bis auf Dennis Mims scheinen diese nach einem Arrangement mit dem Verein die Heimreise angetreten zu haben. Der Power Forward weilt unter dessen auch noch in der Stadt, um Rehabilitationsmaßnahmen für seine Knieprobleme zu erhalten. An der Gehaltslage soll sich nach Auskunft des 31-Jährigen jedoch nichts geändert haben. „Ich bin nun alleine hier. Aber ich kann einfach nicht mehr kämpfen. Mein Wille wurde mittlerweile gebrochen“, so Mims gegenüber der NRZ. Um sein Gehalt einzuklagen, müsste der Korbwerfer in Vorkasse treten. Dafür fehlen dem US-Amerikaner jedoch die finanziellen Mittel. Zudem ist der 2,05-Meter-Riese auf die zugesicherten Reha-Maßnahmen der Giants angewiesen.

Unterdessen haben sich bereits zwei Werfer endgültig vom Rhein verabschiedet. Philipp Friedel schließt sich Ligakonkurrent Crailsheim Merlins an, Max Brauer zieht es zur SG Sechtem in die 1. Regionalliga. Auch eine Rückkehr von Sadam Eco dürfte eher ausgeschlossen werden, wollte der Small Forward bereits schon während der abgelaufenen Saison von Bord gehen – dem Vernehmen nach, weil Vertragsinhalte nicht eingehalten wurden.

Lizenz-Theater dürfte neue Werfer nicht positv stimmen

Viele Spieler wird es somit nicht zurück zu den Giants ziehen. Und das Lizenz-Theater um finanzielle Probleme dürfte auch neue Werfer nicht unbedingt positiv stimmen, ihr Zeichen unter einen Kontrakt zu setzen, wie dies schon vier alte Giganten mit Ceyhan Pfeil, Marc Liyanage, Marin Petric und Patrick Flomo getan haben sollen. Zuletzt wurde letztgenannter allerdings auch bei Ligakonkurrent Paderborn gehandelt. Und Marin Petric widersprach gegenüber der NRZ den Aussagen von Geschäftsführer Murat Didin. „Noch ist nichts unterschrieben. Es gibt eine mündliche Vereinbarung, die vor dem Lizenz-Theater getroffen wurde. Ich muss abwarten, was passiert“, so Petric. Der jedoch mit seiner Familie weiter in der Stadt weilt und zu seiner Zusage an die Giants steht. Eine Rückkehr der ausländischen Werfer Akingbade, Reese, Hall, Bennett und Keerles gilt hingegen eher als ausgeschlossen.

 
 

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