Fortuna will nicht ins Stocken geraten

Anderson Lucoqui war beim Laktattest nicht zu stoppen – wie auch hier im Regionalliga-Spiel der Reserve gegen Borussia Dortmund II.
Anderson Lucoqui war beim Laktattest nicht zu stoppen – wie auch hier im Regionalliga-Spiel der Reserve gegen Borussia Dortmund II.
Foto: Thorsten Tillmann
Beim Laktattest am Montag war Anderson Lucoqui nicht zu stoppen. Ob das auch für den Saisonverlauf von Fortuna Düsseldorf gilt, bleibt abzuwarten.

Düsseldorf.  Spielspaß stand gestern bei Fortuna Düsseldorf nicht auf dem Plan, denn der Kader musste zum halbjährigen Laktattest antreten. In der Sporthalle des Trainingsgeländes wurden die Fortunen jeweils in kleinen Gruppen über die Tartanbahn gescheucht. Nur Anderson Lucoqui schien die Laufeinheit beinahe zu genießen. Obwohl mit jeder Runde die Geschwindigkeit erhöht werden musste, ließ sich der 19-Jährige nicht beirren und lief vier Runden mehr als der Rest seiner Einheit. Scherzhaft versuchte Teamkollege Lars Unnerstall ihn während des Tests zu stoppen: „Reicht jetzt Andi, es gibt gleich Essen!“

Guter Lauf für das gesamte Team der Fortuna

Mit Blick auf die Tabelle der 2. Fußball-Bundesliga scheint das gesamte Team einen ähnlich guten Lauf zu haben. Durch das Unentschieden gegen Aufstiegsfavorit Hannover 96 bleibt Fortuna Düsseldorf ein Platz in der ersten Verfolgergruppe erhalten. Zwar ist man auf Rang sechs „abgerutscht“, jedoch beträgt der Abstand zur Relegation um die Oberklasse weiterhin nur zwei Punkte. Zu den Abstiegskandidaten sind es davon mittlerweile zwölf und trotzdem ist für Fortuna der Aufstieg kein Thema.

„Wir kommen nicht aus der Situation oben irgendwie angreifen zu können. In den letzten Jahren waren wir in einer halben Saison gut und jeweils die Hin- oder Rückrunde schlecht“, betonte gestern Adam Bodzek. Dem Vizekapitän ist aus eigener Erfahrung wohl bewusst, dass zu diesem Zeitpunkt noch keine sicheren Aussagen getroffen werden können. Vor zwei Jahren stand man nach ebenfalls 14 Spieltagen auf Rang zwei und war als Favorit auf den Aufstieg gehandelt worden. Doch die Rückrunde erwies sich als Desaster. Mit 16 Punkten war Fortuna schlechtestes Team der Rückrunde und rutschte noch auf Rang zehn ab. „Die letzten drei Jahre ging es tabellarisch stetig bergab. Von daher sollten wir zusehen, dass wir diese Saison über stabil zu spielen“, gab sich Bodzek vorsichtig.

Froh, unten weg zu bleiben

Julian Koch äußerte sich ebenso zurückhaltend, konnte sich aber einen Blick nach oben nicht verwehren: „Ich bin echt froh, dass die da unten immer weiter weg bleiben und wir uns Pünktchen für Pünktchen wegangeln. Wenn wir da oben ein bisschen mitmischen können und dranbleiben – da wehre ich mich nicht gegen.“ Ein weiterer Grund zur Freude ist für den Außenverteidiger die neue taktische Ausrichtung auf dem rechten Flügel. Mit Julian Schauerte machte er wie schon gegen St. Pauli einen sicheren Eindruck: „Ich dachte nicht, dass es so kommt aber im Endeffekt haben wir das beide gut angenommen.“ Dass die rechte Offensive mit zwei Akteuren aus der Abwehr geschwächt würde, lässt Koch nicht gelten. „Nur weil zwei Rechtsverteidiger auf einer Seite spielen, heißt das nicht, dass die Offensive komplett eingestellt ist“, erklärte der Fortune und ergänzte augenzwinkernd in Richtung „Schaui“: „Jetzt wird es aber langsam schon Zeit, als rechter Flügelspieler mal ein Tor zu machen – Druck mache ich ihm aber nicht.“

 
 

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