DEG will heute den siebten Streich

Sechs Siege in Folge haben die Eishockey-Profis nun gefeiert. Heute kommt Tabellennachbar Iserlohn Roosters. Ein Punktgewinn reicht zum Erreichen der Pre-Play-offs.

Düsseldorf. Die DEG macht die Karnevalstage zu wahren Feiertagen. „Am alten Schlossturm“, schallt es bei der Ehrenrunde nach dem 3:1-Sieg gegen Wolfsburg durch den ISS-Dome und die Fans singen lautstark mit. Torhüter Tyler Beskorowany wirft rot-gelbes Konfetti, als der zweifache Torschütze Stephan Daschner den „Diver“ macht. Solch eine Begeisterung hat es seit Jahren nicht mehr gegeben – allerdings auch nicht eine solche Erfolgsserie. Sechs Siege in Folge hat die DEG eingefahren, und heute (19.30 Uhr) will die Mannschaft mit einem Sieg gegen Iserlohn auch letzte rechnerische Zweifel beseitigen und die Pre-Play-offs, also zumindest Rang zehn, endgültig erreichen.

Trainer Christof Kreutzer, der Vater des Erfolgs, ist allerdings so ziemlich der Einzige, der auf Rang zehn blickt. „Wir schauen auf die Mannschaften, die vor uns stehen“, sagt Stephan Daschner. Das ist der Tabellenvierte Hamburg, der noch zwei Zähler Vorsprung hat. Was im ersten Moment vermessen klingt, nachdem die Düsseldorfer in den vergangenen beiden Jahren die Saison als Tabellenletzter abgeschlossen hatte, ist ambitioniert, aber nicht unrealistisch. Und mit dieser Einschätzung steht der 26 Jahre alte Verteidiger nicht allein da.

Daniel Kreutzer, Kapitän der Mannschaft und Bruder des Trainers, wagt sich nicht ganz so weit aus der Deckung, formuliert aber auch ein neues Etappenziel. „Wir gucken nach oben und wollen unter die ersten sechs“, sagt er. Das heißt, die Pre-Play-offs (Platz sieben bis zehn) umgehen und sich direkt für das Viertelfinale um die deutsche Meisterschaft qualifizieren. „Aber Platz vier wäre natürlich nicht schlecht. Dann hätten wir im Viertelfinale Heimrecht.“

So weit ist es aber noch nicht, denn die DEG erwartet heute in den Iserlohn Roosters wenn nicht einen Angstgegner, so doch einen äußerst unangenehmen Kontrahenten. Im Sauerland kamen die Düsseldorfer gleich zweimal unter die Räder (0:8 und 1:8), im ersten Heimspiel gab es einen hart erarbeiteten 5:3-Sieg. „Das wird wieder ein harter Kampf“, prognostiziert Trainer Christof Kreutzer, der in Tim Conboy (Kreuzbandriss), Bernhard Ebner (Oberschenkelprellung), Jakub Ficenec (Schleudertrauma) und Corey Mapes (gesperrt) gleich vier Verteidiger ersetzen muss. „Die Begegnung gegen Wolfsburg war schwer und hat viel Kraft gekostet. Aber trotz des reduzierten Kaders freue ich mich auf das Spiel gegen Iserlohn. Und ich merke auch, dass die Mannschaft sich darauf freut. Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich sie gar nicht halten kann.“ Ist auch nicht notwendig: am besten laufen, kämpfen, gewinnen und mit den Fans feiern lassen.

Mit dem siebten Sieg in Folge will die DEG heute ihre Erfolgsgeschichte fortschreiben. Alles deutet darauf hin, dass für die Mannschaft und ihre Anhänger am Aschermittwoch noch längst nicht alles vorbei ist.

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