DEG gewinnt nach 0:2-Rückstand

Alexei Dmitriev (links) erzielt mithilfe der Deckung von Maximilian Kammerer (rechts) in Straubing den wichtigen Anschlusstreffer.
Alexei Dmitriev (links) erzielt mithilfe der Deckung von Maximilian Kammerer (rechts) in Straubing den wichtigen Anschlusstreffer.
Bei den Straubing Tigers lag die Düsseldorfer EG schon mit 0:2 hinten, fand dann aber ins Spiel zurück und gewann mit 3:2 nach Penaltyschießen.

Düsseldorf.  Nach etwas mehr als 13 Minuten zog Christof Kreutzer gestern seine Auszeit. Beim Spielstand von 0:2 hielt es der DEG-Trainer für angemessen, seine Mannen noch mal auf die Auswärtsaufgabe bei den Straubing Tigers einzuschwören, sie noch mal auf die Bedeutung der Partie hinzuweisen. Mit Erfolg. Sein Team kämpfte sich zurück und erzwang in einer sehr mäßigen Begegnung zunächst das Penaltyschießen. Rob Collins sorgte schließlich mit seinem Treffer für den 3:2 (0:2, 1:0, 1:0, 1:0)-Erfolg der Düsseldorfer vor 3800 Zuschauern.

Bei Spielen seiner Mannschaft ist Kreutzer meist ab der ersten Minute voll fokussiert. Gestern war seine Anspannung sicher noch etwas größer, denn nach den Niederlagen in Nürnberg (5:6) und Berlin (0:5) stand er mit seiner Mannschaft bereits vor der abschließenden Begegnung der fünftägigen Auswärtstour gehörig unter Druck.

Zunächst klappte nicht viel bei der DEG

Entsprechend motiviert gingen die Rot-Gelben gestern zu Werke – lange ohne zu überzeugen. Denn nach einer ausgeglichen, kurzen Anfangsphase gelang ihnen kaum etwas.

Mit Fehlpässen, Ungenauigkeiten und schwachen Zweikämpfen erschwerte sich die DEG das Leben. Die Gastgeber, die in der Tabelle vor der Begegnung um nur einen Punkt besser standen als der Vorletzte aus Düsseldorf, nutzten die zahlreichen falschen Entscheidungen der Gäste und ging durch Scott Timmins in Führung. Keine sieben Minuten später vertändelte die DEG in Überzahl den Puck, und Mike Hedden vollendete einen Konter zum 2:0.

Manuel Strodel erzwang mit dem 2:2 die Verlängerung

Nach der Auszeit blieb das Niveau weit unter Durchschnitt. Immerhin traf Alexei Dmitriev im Mitteldrittel. Sein Anschlusstreffer brachte den etwa 100 DEG-Fans ein wenig Hoffnung. Auf der anderen Seite verpasste Straubing mehrmals die Entscheidung, nutzte unter anderem eine doppelte Überzahl im dritten Durchgang nicht. Marcel Brandt musste nach einem Befreiungsschuss ins Fangnetz der Gegenseite Alex Barta auf die Strafbank folgen – nur einer der vielen Fehler und Kuriositäten. Wie sehr die Kreutzer-Truppe auf ein Erfolgserlebnis wartete, zeigte der Jubel beim 2:2. Als Manuel Strodel neun Minuten vor dem Ende dann nach Vorlage von Norm Milley den Ausgleich besorgte, fielen merklich Steine von den Herzen.

Beim Gegner kippte dagegen die Stimmung endgültig. Die Heimfans sangen vom „Not gegen Elend“, um kurz darauf dann zusammen mit den Gästefans ironisch „Oh wie ist das schön“ anzustimmen. Einer torlosen Verlängerung folgte letztlich ein Penaltyschießen, in der zur schwachen Partie passend allein Collins verwandelte. „Ich bin sehr froh über den Sieg. Es war nicht einfach nach den jüngsten Ergebnissen. Aber dieser Erfolg, gerade auch wie er zustande kam, mit der Moral und dass wir den Rückstand gedreht haben, bringt uns weiter“, sagte Kreutzer.

 
 

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