DEG geht auch in Berlin leer aus

Der Berliner Darin Olver bringt die Berliner nach 49 Sekunden in Führung. Torhüter Mathias Niederberger ist machtlos,
Der Berliner Darin Olver bringt die Berliner nach 49 Sekunden in Führung. Torhüter Mathias Niederberger ist machtlos,
Foto: Birgit Häfner
Der 5:6-Niederlage in Nürnberg folgt eine deutliche 0:5-Pleite in Berlin. Am Sonntag stehen die Düsseldorfer in Straubing gewaltig unter Druck.

Düsseldorf.  Felix Bick ist die Nummer zwei der Düsseldorfer EG. Die Rolle ist für den gebürtigen Schwenninger, der 2009 an die Brehmstraße kam, nicht neu. In der vergangenen Saison stand er bei zwei Spielen zwischen den Pfosten und musste ansonsten auf der Bank Platz nehmen. Mathias Niederberger ist die Nummer eins. Daran hat sich auch in dieser Saison nichts geändert.

Bick durfte in Nürnberg ran. Nach nur 25 Minuten und einem 0:4-Rückstand nahm Trainer Christof Kreutzer eine Auszeit und Bick vom Eis. Niederberger kam, und um ein Haar hätte die DEG, die zwischenzeitlich zum 4:4 ausglich, noch gepunktet. Nach 60 Minuten unterlag sie 5:6. „Es lag nicht an Felix“, sagt Trainer Christof Kreutzer. „Aber nach dem 0:4 musste ich ein Zeichen setzen. Das geht nun mal im Eishockey, indem man eine Auszeit nimmt und den Torhüter wechselt.“ Tatsächlich hatten die Maßnahmen Erfolg. Bick war demnach also nur ein Bauernopfer.

Die Mannschaft hat sich auch nicht hinter Bick versteckt, ihn nicht als Alibi benutzt. „Wir haben die ersten 30 Minuten verschlafen“, sagte Alexander Preibisch. „Das darf uns einfach nicht passieren. Wir müssen 60 Minuten konzentriert sein, sonst können wir kein Spiel gewinnen.“

Rückstand nach 49 Sekunden

Dass Bick gestern in Berlin und morgen in Straubing nur auf der Bank sitzen würde, war im Vorfeld so ausgemacht. Doch auch ohne Bick und mit Mathias Niederberger zwischen den Pfosten patzte die DEG auch in Berlin. Auch bei den Eisbären wurde die Anfangsphase wieder verschlafen. Nach nur 49 Sekunden brachte Darin Olver die Gastgeber in Führung. Niederberger hatte zunächst einen Schuss von Nicholas Petersen noch pariert, doch Olver dann schneller reagiert als die Düsseldorfer, die sich dann aber steigerten, aber ohne Treffer blieben. Das änderte sich auch im Mitteldrittel nicht. Dafür erhöhten die Eisbären aber auf 2:0. Spencer Machacek kam hinter dem Tor her und stocherte Niederberger die Scheibe durch die Beine. Im Schlussabschnitt sorgte Petersen mit seinem Treffer dann für die Entscheidung. Einen solchen Rückstand wie in Nürnberg konnte die DEG nicht noch einmal aufholen. Und mindestens genauso schlimm wie die Schläfrigkeit zu Beginn ist die fehlende Durchschlagskraft vor dem generischen Tor. In Berlin ging die DEG leer aus. Sie bleibt Vorletzter und stellt den zweitschwächsten Angriff der Liga. So ist am Sonntag in Straubing ein Sieg eigentlich Pflicht.

>>AUSLÄNDERBESCHRÄNKUNG BLEIBT UNANGETASTET

Erst hatte die Mehrheit der Gesellschafter der 14 DEL-Klubs beschlossen, dass künftig wieder mehr Ausländer eingesetzt werden dürfen, jetzt haben sie sich eines Besseren besonnen. Der Antrag, das Kontingent der pro Spiel einsetzbaren ausländischen Akteure ab der Saison 2017/18 von neun auf elf zu erhöhen, wurde mehrheitlich abgelehnt. Stefan Adam, Geschäftsführer der DEG Eishockey GmbH: „Die DEG begrüßt diese Entscheidung ausdrücklich. Wir sind überzeugt, dass dies für das deutsche Eishockey ein notwendiger und wichtiger Beschluss war. Wir werden unser Konzept zur Förderung und Stärkung deutscher Spieler konsequent vorantreiben.“

 
 

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