Aus für die Düsseldorf Baskets - Didin meldet Insolvenz an

Baskets-Geschäftsführer Murat Didin schlägt ob des Insolvenzantrags die Hände vor das Gesicht.
Baskets-Geschäftsführer Murat Didin schlägt ob des Insolvenzantrags die Hände vor das Gesicht.
Foto: Uwe Schaffmeister
Nach mehr als zwei Jahren scheint die Posse um die Giants oder späteren Baskets ein Ende zu haben: Murat Didin, Geschäftsführer und Trainer des Düsseldorfer Basketball-Klubs, meldete Insolvenz an. Es soll mehrere offene Forderungen geben. Die Stadt fahndet nach einem neuen Team.

Düsseldorf.. Verweigerte Erstliga-Lizenz trotz sportlichen Aufstiegs, Rechtsstreit bis zum Schiedsgericht und im Nachhinein auch noch der rückwirkende Entzug der Spielerlaubnis im Basketball-Unterhaus Pro A – die Baskets um Geschäftsführer Murat Didin standen im Sommer vergangenen Jahres vor dem Nichts. Die Mannschaft stand vor Beginn als erster Absteiger in die drittklassige Pro B der laufenden Saison fest.

Nachdem bereits Anfang des Jahres 2012 Rechtsstreitigkeiten mit Spielern und ehemaligen Angestellten aufgrund ausstehender Gehaltszahlungen ans Tageslicht gekommen waren, wird der im Handelsregister des Amtsgerichts Düsseldorf unter HRB 63534 eingetragenen Düsseldorf Basketball GmbH wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung nun das Insolvenzverfahren eröffnet. Zwei weitere Verfahren werden angehängt.

„Wir stehen nur noch mit dem Insolvenzverwalter in Kontakt. Es bestehen mehrere offene Forderungen. Und schon allein bei einem Verdacht der Insolvenz erteilen wir keine Lizenz, die allerdings auch gar nicht beantragt wurde“, betonte Rechtsanwalt Hansjörg Tamoj, AG-Vorstandsvorsitzender der 2. Basketball-Bundesliga sowie Mitglied des Aufsichtsrats gestern im NRZ-Gespräch.

Giants und ART im Gespräch

Damit scheint Profi-Basketball in der Stadt vorerst Geschichte zu sein. Es sei denn, die Lizenz wird an einen anderen Verein übergeben. „Die Situation ist ja nicht überraschend. Wir sind seit längerem mit den Verantwortlichen der Giants und dem ART in Gesprächen“, erklärte gestern Martin Ammermann als Geschäftsführer der DüsseldorfCongress Veranstaltungsgesellschaft. „Die Stadt ist jedoch nicht dazu da, ein Profi-Team zu unterhalten. Dies sollte aus einer gewachsenen Struktur heraus geschehen, die Sponsoren gewinnt und so erfolgreich wird. Es muss eine solide Basis geben“, unterstreicht Ammermann.

Derzeit scheint kein Verein genug finanzkräftige Investoren zu haben, um eine Lizenz für die Pro B bis zum 31. März beantragen zu können. Zudem müsste die Liga zustimmen. „Das ist aufgrund der verbrannten Erde vor Ort eher zweifelhaft, zumal die Mehrheit der Bundesligisten mitentscheidet“, ergänzt Tamoj.

 
 

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