Auf der Trikotbrust ist die Fortuna kein Abstiegskandidat

Foto: Bongarts/Getty Images

Düsseldorf. So wertvoll war Fortunas Trikotbrust noch nie. Rund 2,8 Millionen Euro nimmt der Fußball-Bundesliga-Aufsteiger mit der Vodafone-Marke „o.tel.o“ auf dem roten Jersey ein. Das erst einmal für eine Saison begrenzte Engagement des Unternehmens teilt sich in ein Sponsoring und offenbar auch in eine Umsatzbeteiligung der Fortunen an einer Prepaid-Karte. Mit der genannten Summe, in der zweiten Liga wären es mit 1,4 Millionen Euro immerhin rund 400 000 Euro mehr gewesen als Vorgänger „Bauhaus“, liegt die Fortuna schon mal auf einem Nicht-Abstiegsplatz. Sollten die zum Teil geschätzten Beträge (Quelle: Kicker-Sportmagazin), die die 17 Bundesliga-Konkurrenten für ihre fernseh- und fotorelevanteste Werbefläche einnehmen, auch nahe an der monetären Realität liegen.

Trio bekommt weniger Geld

Nur die auch sportlich zu den Abstiegskonkurrenten zählenden FC Augsburg, SC Freiburg und Spielvereinigung Greuther Fürth müssen sich aktuell mit weniger Euronen zufrieden geben. Was allerdings nicht viel heißen sollte. Der auf der Brust mit rund 8,5 Millionen Euro pro Saison gut bestückte Hamburger SV beispielsweise, immerhin die derzeitige Nummer Fünf in der imaginären Geldrangliste, kämpfte in der vergangenen Spielzeit lange gegen den Zweitliga-Sturz.

Vollständig ist das Tableau (lesen Sie auch die nebenstehende Tabellenliste) noch nicht. Werder Bremen (die ausgestiegene) Targobank zahlte bisher mehr als acht Millionen Euro), der 1. FC Nürnberg, der immerhin 3,5 Millionen Euro im Etat für die Trikotbrust eingeplant hat, und Fortunas Mitaufsteiger Frankfurter Eintracht suchen derzeit noch nach einem Gönner.

Ein schlechtes Geschäft ist jenes mit der Trikotbrust wahrlich nicht. Die Bundesliga wird derzeit offiziell in 197 Ländern im Fernsehen gezeigt. Das bringt nicht nur rund 72 Millionen Euro aus der Auslandsvermarktung für die erste und zweite Liga. Also eine monetäre Verdoppelung des bisherigen Einnahmen. Sondern sorgt auch für jede Menge Blickkontakte, die den Unternehmen natürlich am wichtigsten sind.

Schon in der Vorbereitung soll die Fortuna im portugiesischen (Bezahl-)Fernsehen zu bestaunen sein. SportTV plant eine Live-Übertragung des Testspiels von Benfica Lissabon in der Düsseldorfer Arena am 11. August. Der Termin, zu dem der Vizemeister und Champions-League-Teilnehmer aus der Hauptstadt anreisen wird, ist von der Fortuna allerdings noch nicht offiziell bestätigt. Weil dem Vernehmen nach noch die bindenden Unterschriften aus Portugal fehlen.

Übrigens: Beim gestrigen Training war Torhüter Robert Almer nicht dabei. Der österreichische Nationalkeeper schonte sich wegen leichter Hüftprobleme, wird aber heute wieder mitmachen. Nach einem übungsfreien Mittwoch geht es am Donnerstag früh per Flugzeug und Bus ins achttägige Trainingslager nach Maria Alm in Österreich.

 
 

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