Was Klems und Klopp gemein haben

Die Holzpfosten wollen wieder ins Finale um den DFB-Futsal-Cup.
Die Holzpfosten wollen wieder ins Finale um den DFB-Futsal-Cup.
Foto: Uwe Lauschner

Schwerte. Fotos vom Nürburgring hängen seit einem halben Jahr an einem Dutzend Schwerter Pinnwände. Mancher Holzpfosten hat sich gar eines der Wegweiser-Schilder aus der Ring-Arena eingesteckt, um sich an jenes Final-Wochenende im April zu erinnern, bei dem die Futsaler um die Deutsche Meisterschaft spielten.

Dass sie am Ende Vierter wurden, hat sie nur kurz enttäuscht. Dann war da doch etwas Stolz über das Erreichte. Und auch jetzt, da die neue Saison beginnt, sind die Erinnerungen im Kopf noch lebendig. „Das war schon ein besonderes Wochenende“, sagt Spielertrainer Nils Klems mit glänzenden Augen, „und das wollen wir auch noch mal erreichen.“ Aber gleich danach richtet er seinen Blick konzentriert nach vorne, auf einen neuen Anlauf.

Ruß, Wielgosz und
Ferenc sind dabei

Dass eine Wiederholung des Erfolges noch schwieriger wird, weiß Nils Klems genauso wie Jürgen Klopp, dessen Meister-Borussen gerade sieglos durch die Fußball-Bundesliga stolpern. Nur die beiden Bestplatzierten der WFLV-Liga qualifizieren sich für das Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft. In der vergangenen Saison schafften die Holzpfosten das als Zweiter hinter dem Deutschen Meister von 2009, den Futsal Panthers Köln.

Deren Zweitvertretung ist am Samstag (13.30 Uhr, Münster) der erste Gegner. Und das Wort Zweitvertretung muss in den Ohren der Kölner Spieler beinahe wie eine Beleidigung klingen, waren sie zuletzt doch die beste Rückrunden-Mannschaft, schlugen sowohl Schwerte als auch die eigene Erste. Bayer Uerdingen, die zuletzt noch Strandkaiser Krefeld hießen, kommen nicht nur mit neuem Namen, sondern auch mit neuem Star-Spieler: Benjamin Sahel, Kapitän der DFB-Allstars, wechselt aus dem spanischen Futsal zurück nach Deutschland. Dann wäre da noch der UFC Münster, Deutscher Meister 2008, der in der vergangenen Saison aussetzte, jetzt aber mit neuen Zielen zurück ist – und übrigens noch nie gegen Schwerte verloren hat. Und und und...

„Unsere Liga ist verdammt stark“, meint auch Klems, der höflich auch die anderen Gegner aufzählt. „Vielleicht sogar die stärkste Liga in Deutschland.“ Dass seine Spieler bei der Generalprobe gegen ein neu gegründetes Team aus Soest 18 Tore schossen, hat ihn gefreut. Dass sie dabei aber auch vier vermeidbare Gegentore kassierten, hat ihn gewurmt. Der 22-Jährige will deshalb nicht blind von einer erneuten Teilnahme am Finalturnier um die Deutsche Meisterschaft träumen, das in diesem Jahr in Lübeck ausgetragen wird. Nein, er lässt auch die drei Abstiegsplätze zumindest nicht unerwähnt, welche die Saison für jedes Team spannend machen.

Spannend wird das erste Spiel am Sonntag vor allem für ein paar neue Spieler. Denn weitere Fußballer aus dem Schwerter Raum haben Freundschaft geschlossen mit dem kleineren, sprungreduzierten Leder. Beim Auftakt dabei sind Florian Ruß (ETuS/DJK Schwerte), Damian Wielgosz (Geisecker SV) und Christoph Ferenc (VfB Westhofen). Auch Marc-Philipp Nebgen vom TuS Holzen-Sommerberg trainiert seit Wochen regelmäßig mit.

Auf ihr erstes Heimspiel müssen die Schwerter übrigens nicht mehr lange warten. Für den 22. Oktober hat ihnen die Stadt Schwerte den Gänsewinkel freigehalten. „Den wollen wir voll machen“, sagt Klems. Auch das ist eines der Ziele für die kommenden Wochen.

 
 

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