„Türöffner“ für Profikarriere

Techniktrainer Zeljko Bulajic vom BVB schulte junge Talente in Unna.
Techniktrainer Zeljko Bulajic vom BVB schulte junge Talente in Unna.
Foto: Dietmar Wäsche

So gut wie Mario Götze, Nuri Sahin oder Kevin Großkreutz werden. Das kann Zeljko Bulajic niemandem versprechen. Aber der Technik-Trainer von Borussia Dortmund vermag dem Talent in jungen Jahren den Weg zu weisen, um vielleicht einmal die Klasse der drei BVB-Kicker erreichen zu können. Dafür muss man noch nicht einmal an die Tür des Bundesligisten klopfen oder im Nachwuchsbereich der Dortmunder kicken. Über den Unnaer Soccer Treff an der Massener Straße könnte man aber die Weichen stellen. Der Anfang.

Zeljko Bulajic lädt in den Soccer Treff jeden Sonntag von 10 bis 17 Uhr talentierte Jungkicker im Alter von fünf bis 17 Jahre ein. Dort schult er, dort praktiziert er, dort werden technische, koordinative und kreative Inhalte jeder Trainingseinheit nach den modernsten Methoden zusammen mit lizensierten international erfahrenen Trainern vorbereitet und durchgeführt.

Jungtalente aus dem näheren Umkreis kommen. Vom SSV Mühlhausen-Uelzen, vom SuS Kaiserau beispielsweise. „Dort wird gute Nachwuchsarbeit geleistet“, weiß er das aus eigener Anschauung. Denn: Jungs aus diesen Clubs trainieren bei ihm. Aber auch vom VfL Kamen kamen Burak Camougle oder Enes Kepenek. Der eine, Burak, hat sich zum Stammspieler bei der U17 des BVB in der Bundesliga gemausert. Der andere, Enes, kickt jetzt beim VfL Bochum.

Viele, viele andere wollen es ebenfalls „nach oben“ schaffen, meistens sehen die Eltern in ihrem Filius schon den Messi von morgen, meinen es jedenfalls so zu sehen. Falscher Ehrgeiz, Fehleinschätzung. „Dann muss ich ihnen die Augen öffnen“, wird Zeljko Bulajic dann ernst, „ich muss sie vom Himmel herunter holen, weg holen von hochtrabenden und völlig unrealistischen Plänen. Da sind dann auch schon einige Tränen geflossen.“

Wenn ein Junge, es sind auch Mädchen, zu ihm kommt, dann muss er, sie vor seinen geübten Augen vorspielen. „Sehr schnell kann ich das Können einschätzen“, sagt der langjährige BVB-Technik-Trainer und ordnet ihn, sie in die jeweilige Gruppe ein. Drei Gruppen beschäftigt er in seiner Fußballschule oder auch ab kommenden Montag in seinem Fußball-Camp im Soccer Treff Unna: Anfänger, Fortgeschrittene und Talente, die besonders gefördert werden. Die sind ganz besonders im Fokus, denn er kann ihnen die Tür öffnen zu Borussia Dortmund oder zu anderen Bundesligaclubs. „Natürlich ist der BVB mein erster Ansprechpartner, wenn ich ein Talent habe, das gut genug ist, dort zu spielen.“ Bei den Schwarz-Gelben würde er dieses Talent in den Nachwuchsmannschaften auch weiter betreuen.

Oft wird ihm in seiner Schule oder im Camp die Frage gestellt, wann denn ein Talent von seinem Stammverein weg gehen und sich Dortmund, Schalke oder Bochum anschließen solle. „In der U12 sollte man den Schritt machen“, seine Antwort. Auf das Talent wartet dann ein strukturier Trainings- und Spielbetrieb. „Jeden Tag muss er sich hernach beweisen, körperlich und auch im Kopf. Beileibe nicht abheben.“ Mario Götze hat das alles vorbildlich geschafft. Aber, auch der ist einmal klein angefangen, eben in der Schule, im Camp von Zeljko Bulajic.

 
 

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