Treffen beim Schiedsmann – „Unser Ziel erreicht“

Widerrief seine Behauptungen nunmehr auch gegenüber dem DFB: Cetin Bahcekapili, ehemaliger Vorsitzender des TSC Kamen.
Widerrief seine Behauptungen nunmehr auch gegenüber dem DFB: Cetin Bahcekapili, ehemaliger Vorsitzender des TSC Kamen.
Foto: WR

Das zivilrechtliche Verfahren des Kreisspruchkammervorsitzenden Eberhard Petri gegen den ehemaligen Vorsitzenden des TSC Kamen Cetin Bahcekapili ist abgeschlossen. Letzterer hatte Petri in einem Zeitungsbericht, einem Internetblock und gegenüber dem DFB der Ausländerfeindlichkeit bezichtigt.

Zu Beginn der Woche trafen sich die Parteien vor dem Schiedsmann. Hier entschuldigte sich Bahcekapili, der seine Äußerungen in Zeitung und Internet bereits zurückgenommen hatte, erneut für sein Verhalten und widerrief seine Behauptungen nunmehr auch gegenüber dem DFB.

Rechtsanwalt Andreas Habbes (Kamen), der Petri vertrat, zeigte sich zufrieden: „Wir haben unser Ziel erreicht. Außerdem muss man auch anerkennen, wenn sich jemand für seine Fehler öffentlich entschuldigt.“ Weniger Verständnis zeigte Habbes aber für den WFLV. „Der Verband hat kein Verfahren gegen Bahcekapili eingeleitet und dies damit begründet, dass dessen Äußerungen von der allgemeinen Meinungsfreiheit gedeckt seien. Das ist ein schwerer Irrtum. Durch die Veröffentlichungen wurde Herr Petri unfreiwillig öffentlich an dem Pranger gestellt. Zudem haben die Äußerungen auch strafrechtlich relevanten Charakter“, führter Habbes aus.

Für die Zukunft mahnte Habbes, selbst stellvertretender Vorsitzender der Kreisspruchkammer, gemäßigtere Töne an. „Wer mit einem Urteil der Kreisspruchkammer unzufrieden ist, der soll sich sachlich äußern oder Berufung einlegen. Wohin persönliche Angriffe führen, hat uns dieses Verfahren gezeigt. Der Vorwurf der Ausländerfeindlichkeit ist von erheblichem Gewicht, der unberechtigte Vorwurf der Ausländerfeindlichkeit ist ebenso schlimm zu werten“, so der Kamener Anwalt.

 

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