Start-Ziel-Sieg für Bergermann

Willkommene Erfrischung: die Triathleten im Dortmund-Ems-Kanal.
Willkommene Erfrischung: die Triathleten im Dortmund-Ems-Kanal.
Foto: Bodo Goeke

Die neunte Auflage des Westfalentriathlon wird allen Beteiligten noch längere Zeit in bester Erinnerung bleiben. Mit Temperaturen, die um gut acht Grad unter denen des rekordverdächtigen Samstages lagen, durften die Athleten mehr als zufrieden sein. Der Hertener Matthias Bergermann bedankte sich mit einem Start-Ziel-Sieg und erwies sich damit als würdiger Nachfolger von Vorjahressieger Andreas Niedrig, der in diesem Jahr erstmals nicht dabei war.

Dafür aber in ähnlicher dominanter Weise im Kampf auf der Olympischen Distanz (1,6 km Schwimmen, 40 Rad, 10 Laufen) auftrat wie sein berühmter Vorgänger, der allerdings Profi war im Gegensatz zu „Amateur“ Bergermann. „Du bis ja der Hammer“, zollte der Kölner Christoph Niksch dem Sieger seinen Respekt.

Beide hatten das Rennen bis zur Wendeboje im Dortmund-Ems-Kanal zusammen bestritten, dann erhöhte der für den TV Lemgo startende Bergermann das Tempo und wart nur noch von hinten gesehen. „Erst habe ich gedacht, ich könnte das Loch auf dem Rad noch zufahren, aber dieses Vorhaben musste ich dann ganz schnell aufgeben“, schmunzelte der geschlagene Niksch im Ziel: „Zwischen uns lag ein Altersunterschied von zehn Jahren, aber auch ein Klassenunterschied.“

Der 29-jähriger Bergermann, ein Sportwissenschaftler, ließ es trotz seiner überragenden Vorstellung locker angehen. Er sei ja Amateur, und da könne man ja am Vorabend ruhig mal ein Bierchen trinken beim Fußball-Gucken und ein Steak essen statt der ansonsten üblichen riesigen Nudel-Portionen.

Der Hertener ließ es unverkrampft angehen, umarmte Freundin Andrea im Ziel und wusste noch nicht einmal seine Siegerzeit oder seinen Vorsprung auf Verfolger Niksch. Es waren mehr als sieben Minuten - 1:52.29 Std. zu 1:59.43 Std. Bester Dortmunder war der Tri-Gecko Ingo Parche auf Rang sechs (2:08.03 Std.). Der Ergebnisdienst war ansonsten der einzige Schwachpunkt einer makellosen Veranstaltung mit 850 Teilnehmern - davon 250 auf der Olympischen Distanz. Darunter auch Lars Rettstadt, der neue Fraktionsvorsitzende der FDP im Rat der Stadt Dortmund. Rettstadt (Rang 161) kämpfte tapfer gegen Hitze und Müdigkeit.

In den Mixed-Staffeln gab sich ebenfalls Prominenz die Ehre. Bei der siegreichen MLK Gesamtschule startete Radsportler Christoph Schübbe, bei den Tri-Geckos (2.) war Ex-Radsportler Mark Claußmeyer dabei. Bei den Männer-Staffeln wurden die Tri-Geckos Zweite. Beste Frau über die Olympische Distanz war die Wittenerin Cornela Dauben.

 
 

EURE FAVORITEN

Deshalb gibt es den Aldi-Äquator

Deshalb gibt es den Aldi-Äquator

Beschreibung anzeigen