Sieht der VfB dem eigenen Abstieg zu?

Beim VfB Westhofen (hier mit Christoph Ferenc, li.) könnten die Lichter ausgehen. Auch für den SC Berchum/Garenfeld sieht es düster aus. Foto: Manuela Schwerte
Beim VfB Westhofen (hier mit Christoph Ferenc, li.) könnten die Lichter ausgehen. Auch für den SC Berchum/Garenfeld sieht es düster aus. Foto: Manuela Schwerte
Foto: Manuela Schwerte/press
Am spannendsten wird der Pfingstmontag für zwei Schwerter Teams, die dann spielfrei haben. Für den VfB Westhofen könnte es ein ganz bitterer Spieltag werden.

Schwerte.. Dass der VfB Westhofen in die Kreisliga A absteigt, ist seit Donnerstag noch wahrscheinlicher, als er beim TuS Ennepetal II mit 0:5 unterging. Der Pfingstmontag ist für ihn nun spielfrei. Wenn es aber ganz schlecht läuft, muss er an diesem Tag seinem eigenen Abstieg zusehen.

Der VfB ist auch theoretisch nicht mehr zu retten, wenn zum einen der TuS Hattingen (11.) sein Lokalduell gegen Hedefspor Hattingen (7.) gewinnt und zum anderen die TSG Herdecke (10.) beim ETuS/DJK Schwerte (8.) siegt. Dann nämlich hätte Westhofen acht Punkte Rückstand auf den elften Platz, den Relegationsplatz. In den ausstehenden zwei Spielen wären die nicht mehr aufzuholen.

Für den SC Berchum/Garenfeld, der ebenfalls kein Spiel zu bestreiten hat, sind bei schlechtestenfalls neun Punkten Rückstand und noch drei zu spielenden Partien auf jeden Fall auch nach Montag noch theoretische Chancen da. Aber natürlich drückt auch er dem ETuS/DJK Schwerte alle Daumen, der beiden Nachbarn Schützenhilfe leisten kann.

ETuS/DJK Schwerte - TSG Herdecke (Mo., 15 Uhr). „Wenn wir helfen können, werden wir es versuchen“, sagt ETuS/DJK-Spielertrainer André Haberschuss. Zum einen, um den Nachbarn einen Gefallen zu tun. Zum anderen aber nicht ohne Eigennutz: „Ich fahre doch nächste Saison lieber zu einem Auswärtsspiel nach Westhofen als zum Beispiel die 45 Minuten bis nach Hattingen.“ Am Telefon hat er Westhofens Trainer Michael Kalwa schon zugesichert, sein Team werde Gas geben.

Mit einem Sieg könnte es zugleich jene 34 Punkte erreichen, die Haberschuss seit Wochen als Ziel ausgibt. Damit wären die in Schwerte-Ost nur noch theoretischen Zweifel am Klassenerhalt beseitigt. Gegen Herdecke, das mit dem früheren Garenfelder Stürmer Jan Bednarczyk anreist, hofft Haberschuss auf eine Rückkehr von Guy N’Zinga nach dessen Zahn-OP.

TuS Wengern - Geisecker SV (Mo., 15 Uhr). Im Vergleich zum Abstiegskampf könnte man die Geisecker Partie für wenig spannend halten. Nicht aber, wenn man Gregor Podeschwa heißt. „Wenn wir verlieren, verlieren wir Platz fünf“, weiß der Trainer. „Stattdessen wollen wir uns ein Polster nach unten zulegen.“

Beim 4:1-Sieg der Vorwoche empfahlen sich die beiden A-Jugendlichen Patrick Filla und Tim Fischer. Beide könnten erneut in der Startelf stehen. „Allzu viel umstellen muss ich nicht und möchte ich auch nicht“, verrät Podeschwa. Einmal indes wird er es müssen. Fabian Raulf hat sich das Sprunggelenk gedehnt und im Training ausgesetzt. Wer ihn ersetzt? „Hanno Leuer ist heiß.“ Gut möglich, dass er hinten drin spielt und dafür Tobias Thiele wieder ins Mittelfeld vorrückt.

INFOS ZUM ABSTIEG 2012:

Die Tabellenzwölften aller Bezirksligen steigen auf jeden Fall in die Kreisliga A ab. Das hat der Vorsitzende des Verbands-Fußball-Ausschusses, Reinhold Spohn (Herne), gegenüber unserer Zeitung bestätigt.

Die Tabellenelften aller 15 Bezirksligen kommen mindestens in die Relegation. Wieviele von ihnen zusätzlich in die A-Liga absteigen, ist vom Ausgang der Aufstiegsspiele zur neuen Regionalliga West abhängig. Maximal steigen vier weitere Teams, minimal eines in die A-Liga ab. Unter den 15 Elftplatzierten werden lediglich so viele Relegationsspiele (21.6.) gelost, wie es Absteiger geben muss. Alle anderen sind gerettet.

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