Schwarzgelbe Glückseligkeit: BVB U17 ist Meister

Kurz vor 13 Uhr stemmte BVB-Kapitän Felix Passlack am Sonntag vor 7 196 Zuschauern in der Mechatronik Arena in Großaspach die Meisterschale aus Acryl in die Höhe, die er von DFB-Direktor Ulf Schott erhalten hatte. Die Stimmung nach dem 4:0-Erfolg gegen Stuttgart hätte kaum besser sein können.

Dortmund/großaspach.. Eingehüllt in goldene Luftschlangen hüpften und lachten seine Kollegen. Schwarzgelbe Glückseligkeit überall bei der U17 von Borussia Dortmund nach dem 4:0 (0:0)-Erfolg gegen den VfB Stuttgart im Finale um die deutsche B-Junioren-Meisterschaft. Und auch die rund 500 mitgereisten Fans ließen dem Team nach der Titelverteidigung ein Schaumbad aus Zuneigung ein.

"Ich bin stolz"

Es war bei der zwölften Endspielteilnahme der sechste Triumph für Borussia Dortmund. "Ich bin so stolz, Kapitän dieser Mannschaft zu sein, es ist einfach der Wahnsinn, was wir diese Saison gezeigt haben", sagte Passlack. Das blonde Kraftpaket stach wieder einmal hervor, war mit zwei Vorlagen und einem Tor neben Dzenis Burnic auf der Sechserposition der herausragende Darsteller in einem insgesamt erstaunlich reifen Ensemble.

BVB-Trainer Hannes Wolf allerdings wollte keinen herausheben: "Felix ist ein fabelhafter Junge, aber die Breite im Kader ist so gut, dass ich das nicht auf Einzelne reduzieren will. Aber es ist überragend, wie wir uns präsentiert haben", sagte der Meistermacher.

VfB bereitet viel Arbeit

Doch vor dem Titel stand ein hartes Stück Arbeit, denn in der ersten Hälfte begegnete der VfB Stuttgart den Dortmundern durchaus auf Augenhöhe. Zwar hatte Wolfs Formation durch Jan-Niklas Beste (12.) und einem Freistoß von Niklas Sewing (26.) die besseren Chancen, doch der VfB stand defensiv kompakt. "Wir waren richtig stolz auf unsere Jungs bis zur Pause, ein Tor hat dann alles verändert, danach hat der BVB seine Qualität ausgespielt", sagte Stuttgarts Co-Trainer Andreas Hinkel.

Nach einem Freistoß von Felix Passlack gelang Patrik Fritsch in der 51. Minute das 1:0. Auch die Einwechslung von Janni-Luca Serra erwies sich als Glücksgriff. Drei Minuten nach der Führung erhöhte der Stürmer auf 2:0 nach Vorlage von Passlack.

"Besser kann es nicht laufen"

In der 58. Minute war Stuttgarts Keeper Philipp Köhn dann nach einem Treffer von Felix Passlack zum dritten Mal geschlagen und nach einem Missverständnis zwischen Köhn und Innenverteidiger Manuel Kober erhöhte Janni-Luca Serra (61.) zum 4:0. "Besser kann es für mich eigentlich nicht laufen. Aber auch Kompliment an unseren Käpt’n Felix, dem alle auf dem Platz folgen", sagte Doppeltorschütze Serra.

Auch Sportdirektor Michael Zorc hat es gefallen, was sein Nachwuchs auf den Platz gezaubert hat. "Der Sieg ist zwar etwas zu hoch ausgefallen, aber das ist eine Ausnahmemannschaft, von der der eine oder andere das Zeug hat oben anzuklopfen", sagte Zorc. Darauf hofft auch Dortmunds Nachwuchskoordinator Lars Ricken. "Wir sind jetzt alle gefordert, damit einige auch mal im Signal-Iduna-Park spielen werden", so Ricken.

Direkt auf Mannschaftsreise

Der Trainer will, dass seine Jungs das Hier und Jetzt im Moment des Triumphs genießen. Das werden sie zumindest bis Mittwoch tun, denn von Großaspach aus ging es direkt weiter auf Mannschaftsreise. Doch Trainer Hannes Wolf freut sich schon jetzt auf das Ende der Sommerpause. Er wird die Gruppe der Hochbegabten dann auch in der U19 betreuen. Weitere Titel nicht ausgeschlossen.

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