Neue Halle: BVB will im Dortmunder Süden bauen

Während die Fußballprofis von Borussia Dortmund um den Klassenerhalt in der Bundesliga kämpfen, strickt der BVB hinter den Kulissen an der Zukunft für die Handball- und Tischtennisabteilung. Die Planung für die lang ersehnte Ballsporthalle schreitet voran. Zum Start der Saison 2016/17 soll sie fertig sein - also in circa eineinhalb Jahren.

Dortmund.. "Wir sind intensiv auf der Suche nach einem Grundstück für eine eigene Halle", sagte BVB-Präsident Dr. Reinhard Rauball im Gespräch mit dieser Redaktion. "Gemeinsam mit den Vorstandskollegen des e.V. habe ich drei mögliche Flächen im Auge." Favorisiert werde ein Areal im Dortmunder Süden, "weil wir dort um ein besonders großes Handballpublikum wissen", so Rauball.

Keine optimalen Bedingungen

Die BVB-Ballsporthalle würde die Möglichkeiten der Handballerinnen und der Tischtennisspieler enorm vergrößern. Beide Abteilungen stehen auf dem Sprung aus der 2. Liga in die Bundesliga. Die Halle Wellinghofen, in der die Handballerinnen ihre Heimspiele austragen, fasst zwar genügend Zuschauer. Doch von optimalen Bedingungen ist die Situation dort weit entfernt.

Die Heimstätte der Tischtennisspieler, die Brügmannhalle, fällt derzeit gänzlich aus, da der Komplex für Flüchtlinge gebraucht wird. Heimspiele trägt der BVB deshalb zum Beispiel in Hagen aus. "Die Abteilung hat angepackt und für die schwierige Lage Lösungen gefunden", lobt Rauball. "Ohnehin hat sich die Tischtennis-Abteilung toll entwickelt, auch was die Nachwuchsabteilung anbelangt." Die erste Mannschaft steht überraschend in der Spitzengruppe der 2. Bundesliga, ein Aufstieg scheint möglich.

Bundesliga ist das Ziel

Auch finanziell? "Ja", lässt Reinhard Rauball keinen Zweifel, "durch den enormen Mitgliederzuwachs auf jetzt 115.000 haben wir für den gemeinnützigen Bereich eine gesicherte Einnahme über das gesamte Jahr. Es sind auch darüber hinaus die Voraussetzungen gegeben, um möglicherweise die erste Liga Tischtennis zu stemmen." Sollte die Mannschaft die sportliche Qualifikation für die Eliteklasse schaffen, werde es ein Gespräch mit der Abteilungsleitung geben, um die Ziele auszuloten - und zwar ergebnisoffen.

Das Ziel für die Handballerinnen steht dagegen unumstößlich fest: Die Rückkehr in die 1. Liga soll endlich gelingen, auch die Verletztenmisere lässt den BVB davon nicht abrücken. "Dass sich das Team trotz unglaublich vieler Ausfälle an der Tabellenspitze stabilisieren konnte, ist aller Ehren wert", betont Rauball, "die Arbeit der Trainerin ist überragend, wie sich die Spielerinnen einbringen, das hat Erstligaqualität." Und genau die soll die neue Ballsporthalle des BVB auch bekommen.

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