„Mehr als wir vorher erträumt hatten“

Platz neun bei der Junioren-WM in Minsk ein großer Erfolg: das Dortmunder Eistanz-Paar Shari Koch und Christian Nüchtern.
Platz neun bei der Junioren-WM in Minsk ein großer Erfolg: das Dortmunder Eistanz-Paar Shari Koch und Christian Nüchtern.

Mit einem neunten Platz sind die deutschen Junioren-Meister im Eistanz, Shari Koch und Christian Nüchtern, am Wochenende von der Junioren-WM in Minsk zurückgekehrt (wir berichteten). Damit hat das Paar aus dem Eissportzentrum an der Westfalenhalle sein großes Saisonziel erreicht - obwohl in Minsk sogar noch mehr möglich gewesen wäre.

Die Schrecksekunde in der Kür gab es 48 Sekunden nach Beginn des Vortrages. Gerade hatten Shari Koch und Christian Nüchtern eines der schwierigsten Elemente, die Twizzle, hinter sich gebracht, da lagen beide auf dem Eis.

Bei einer Rückwärtspassage war Christian Nüchtern mit der Schiene im Eis hängen geblieben und hat dabei noch seine Partnerin mitgerissen. Als kleiner Trost blieb, dass das Dortmunder Paar auch mit einer Punktzahl nahe seiner Bestleistung bestenfalls noch das ukrainische Paar hätte abfangen können.

Ein wesentlich größeres Handicap war, dass sich Shari Koch vom ersten WM-Tag an mit einem grippalen Infekt herumplagen musste. Am Tag vor der Kür musste sie deshalb sogar auf das Training verzichten. Zuvor hatten Koch/Nüchtern mit ihrem Sieg in der Qualifikationsrunde schon ein Ausrufezeichen gesetzt. „Mit dieser glänzenden Ausgangsposition wäre sogar noch mehr drin gewesen, wenn Shari richtig fit gewesen wäre“, resümiert Trainer Oleg Ryjkin. „Aber auch das ist mehr als wir vorher erträumt hatten“, ist der Trainer zufrieden - zumal sein Paar beim WM-Debüt erst einmal mit dem neuen Umfeld klar kommen musste. 10 000 Zuschauer in der riesigen WM-Arena, in der 2014 die Eishockey-WM ausgetragen wird - so etwas hatten die beiden noch nie erlebt.

Die WM war der letzte Saisonwettkampf für die deutschen Junioren-Meister. „Wir sind sogar einen Tag früher zurückgekommen, damit ich am Montag wieder in die Schule konnte“, erklärt Christian Nüchtern den Verzicht auf Abschlussfeier und Bankett. Für den Siegener stehen in den nächsten Monaten die Abiturprüfungen an. „Und danach müssen wir uns schon um die Programme für die neue Saison kümmern.“

Olympia 2014 ist (noch) kein Thema

Ein Jahr wollen Shari und Christian noch bei den Junioren laufen, obwohl viele die beiden schon in der Meisterklasse unter den Spitzenpaaren sehen. Trainer Ryjkin will seinem Paar aber den Stress ersparen, parallel Junioren- und Senioren-Wettbewerbe laufen zu müssen. „Die sind noch jung. Das ist unser Zukunftspaar.“ Olympia 2014 in Sotschi ist für das Dortmunder Team deshalb - zumindest heute - noch kein Thema.

 
 

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