Marit Blömer: „Wechsel fällt natürlich nicht leicht“

Leicht fällt ihnen der Weggang nicht. Aber Marit Blömer (30) und ihr Partner - als Trainer wie auch im "richtigen Leben" - Gaspar Galambos (32) haben sich entschieden, ihre Trainertätigkeit bei der Schwimmabteilung der SG Eintracht Ergste zu beenden. Im Interview erklärt Blömer, warum sie sich ganz auf ihre Aufgabe bei der Schwimmgemeinschaft Dortmund konzentrieren wollen.

Schwerte.. Marit, wie kommt es zu dem Wechsel?

Es ist schon seit etwa einem Jahr geplant. Wir sind damals vom Dortmunder C-Kader-Trainer angesprochen worden, ob wir nicht die Jahrgänge 2002 bis 2004 übernehmen wollen, die wir in der vergangenen Saison auch schon trainiert haben. In der kommenden Saison umfasst der C-Kader voraussichtlich die Jahrgänge 2004/05. Ganz ehrlich: So ein Angebot schmeichelt einem.

Ist die Trainingsarbeit in Dortmund denn ambitionierter als bei der SG Eintracht Ergste?

Man bewegt sich eine Stufe höher. Es gibt eine 50-Meter-Bahn und die Möglichkeit, bis zu zweimal täglich im Wasser und einmal täglich am Land zu trainieren und damit bei NRW-Meisterschaften immer vorne mitzuschwimmen. Da kommt man als vergleichsweise kleiner Verein wie die SG Eintracht schon allein wegen der Rahmenbedingungen nicht hin.

Aber die SG Eintracht ist dein Stammverein. Wie schwer fällt es, ihm den Rücken zu kehren?

Natürlich fällt es nicht leicht. Als ich im April 2010 angefangen habe, war eine Carla Eickenhorst, die vor Kurzem bei den Deutschen Meisterschaften geschwommen ist, sieben Jahre alt und noch Anfänger. Aber ich habe schon im vergangenen Jahr die Aktiven beider Vereine parallel trainiert - wir waren zum Beispiel auch zusammen im Trainingslager. Insofern ist es kein direkter Cut, sondern eher ein Abschied auf Raten.

Es ist also eine saubere Trennung.

Auf jeden Fall. Ich bin auch in der vergangenen Woche auf dem Sommerfest der Abteilung ganz lieb von den Eltern verabschiedet worden.

Verlassen auch Aktive die SG Eintracht Ergste, um mit euch mitzugehen?

Ja, es gehen einige der Jahrgänge 2002 bis 2006 mit, wobei nicht alle bei uns im C-Kader trainieren werden.

Und wie wird es dann in Ergste weitergehen?

Da muss man sich keine Sorgen machen. Die SG Eintracht ist ein extrem guter Ausbildungsverein mit einer hervorragenden Nachwuchsarbeit und wird das auch bleiben. Aber man hat eben nur begrenzte Wasserzeiten. Durch diese Rahmenbedingungen ist irgendwann das Ende der Fahnenstange erreicht.

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