Lüggert: "Kann mich blind auf alle verlassen"

38 Zähler aus 16 Spielen. Fußball-Bezirksligist TuS Westfalia Wethmar überwintert als Spitzenreiter. Vier Punkte Vorsprung haben die Grün-Weißen auf den Zweitplatzierten Werner SC. Die Zahlen sprechen für sich: Wethmar spielt um den Aufstieg in die Landesliga.

WETHMAR.. Wir sprachen mit Trainer Alexander Lüggert über ...

... die ersten 16 Spiele:

Die Bilanz kann nicht negativ ausfallen. Wir haben eine Serie von sieben Siegen hingelegt. Es stößt allerdings negativ auf, dass wir Punkte verschenkt haben. Gegen Hannibal haben wir mit einer schlechten Leistung nur einen Punkt geholt. Ebenso gegen Kemminghausen, haben in einem eigentlich starken Spiel ein 3:0 hergegeben.


... die Stärken:

Die verändern sich. Zu Beginn haben wir stark gegen den Ball gespielt, standen defensiv gut. Dann haben wir darin nachgelassen, wurden aber besser in der Offensive. Unsere größte Stärke ist, dass wir in der Breite gut besetzt sind. Ich kann mich blind auf alle Spieler verlassen. So haben auch alle ihre Spielzeiten bekommen. Auch bei Wechseln hatten wir durchgehend eine gute Spielanlage. Das ist, glaube ich, eine Ausnahme in der Bezirksliga.


... die Schwächen:

Unsere größte Schwäche ist noch die fehlende Konstanz, auch innerhalb eines Spiels. Es gibt Momente, die nicht rund laufen, wenn nicht ein Rädchen ins andere greift. Daran müssen wir arbeiten. Vor dem Spiel gegen SV Langschede beispielsweise gab es einige Partien, welche auf Messers Schneide standen. Da war eine Niederlage gegen den SVL fast zwangsläufig.
... die Entdeckung:

Das ist Dominik Dupke. Von Spielern wie Mujezinovic, Juka und auch Enoh weiß man ja, was einen erwartet. Überraschen kann aber nur ein Unbekannter. Zwar habe ich gewusst, dass Potenzial in Dominik steckt. Doch dass er mit 17 Jahren gegen Dorstfeld das Spiel entscheidend wird, war eindrucksvoll.


... Veränderungen im Kader:

Ich bin im Gespräch mit zwei oder drei Spielern, aber ich kann noch nichts Konkretes sagen. Zum Beispiel gibt es einen Probespieler aus Chile, der in Deutschland bisher vereinslos ist. Er hat ein ähnliches Niveau wie Cody de Grood. Mal sehen, ob es machbar ist, ihn zu integrieren. Wir müssen allerdings nicht unbedingt nachlegen.


... die Ziele:

Interessant ist, dass andere Trainer nicht an uns glauben. Wir müssen also nicht unbedingt aufsteigen. Wir sind in einer glücklichen Konstellation, nehmen am wenigsten Geld in die Hand. Es gibt keinen Druck von Spielern, Trainer oder Verantwortlichen. Andere Vereine beschäftigen sich eher mit dem Aufstieg, verstärken sich zur Rückserie - wie Werne oder Kemminghausen. Wir wollen versuchen, noch einmal so eine erfolgreiche Serie zu spielen. Wenn wir am Ende oben stehen, wird sich gewiss keiner beschweren.

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