Knut Höhler wieder ein „harter Kerl“

Peter Middel
Ließ sich auch von einer Platzwunde am Kopf nicht aufhalten:  Knut Höhler verteidigten seinen Titel beim Tough Guy in England.l
Ließ sich auch von einer Platzwunde am Kopf nicht aufhalten: Knut Höhler verteidigten seinen Titel beim Tough Guy in England.l

Selbst eine Platzwunde am Kopf konnte Knut Höhler (LG Olympia) nicht stoppen. Der 28-jährige Medizinstudent wiederholte beim Tough Guy Race im mittelenglischen Wolverhampton seinen Vorjahreserfolg. Knut Höhler benötigte beim härtesten Hindernisrennen der Welt für die 12 km-lange Distanz 1:11:50 Minuten und hatte im Ziel einen komfortablen Vorsprung von knapp vier Minuten vor der nachfolgenden Konkurrenz.

Die ersten fünf Kilometer führten bei dem ultimativen Härtetest durch ein offenes Gelände. Dann mussten die Teilnehmer mit Schlamm, Eiswasser, engen Betonröhren, Stacheldraht sowie mit Feuer- und Elektroschocks kämpfen. „Das Rennen war noch härter als im vergangenen Jahr, obwohl es nicht so kalt und die Wasser-Passagen nicht zugefroren waren“, berichtete der Schützling von LGO-Coach Pierre Ayadi.

An einem Hindernis schlug Knut Höhler mit seinem Kopf gegen einen Holzbalken und zog sich dabei eine Kopfverletzung zu. Der eisenharte Ausdauer-Spezialist dachte nicht daran, dass Rennen aufzugeben. So musste er zwei Drittel der Strecke mit seiner blutenden Wunde zurücklegen.

„Erschöpft, aber glücklich,“ beschrieb Knut Höhler seine Gefühlslage nach seiner erfolgeichen Titelverteidigung. Der für die LGO startende Langstreckler stuft seinen erneuten Coup wesentlich höher als seinen Vorjahreserfolg ein, weil er sich im Vorfeld wegen seines Praktikums im Rahmen seines Medizinstudiums nicht optimal auf das „Tough Guy Race“ vorbereiten konnte. Obwohl seine Beine geschwollen und blau sind, hofft Knut Höhler, am Wochenende beim Indoor Trail in Dortmund ebenfalls eine gute Rolle zu spielen..