Jubel im Team - Enttäuschung bei Erline Nolte

Das Kopfschütteln bei Chef-Bundestrainer Christoph Langen sagte alles. Die Enttäuschung war bei der Westhofener Anschieberin Erline Nolte und ihrer Pilotin Stefanie Szczurek nach dem Weltcup am Königssee groß - nur Platz acht unter 13 Schlitten beim vierten Saisonrennen. Die beiden anderen deutschen Schlitten hatten einen besseren Auftritt.

Schwerte.. "Es war einfach nicht unser Tag und darüber bin ich auch sehr traurig", sagte Nolte. Das Stimmungsbild passte damit so gar nicht ins deutsche Lager. Rückkehrerin Cathleen Martini gewann in Berchtesgaden, Anja Schneiderheinze belegte Rang drei - da war die Freude groß, auch wenn das gute Resultat nur durch einen Sturz der bislang dominierende US-Amerikanerin Elana Meyers zustande kam.

Freude herrschte nur eben nicht beim dritten deutschen Schlitten. Dabei hatten sich Nolte und Szczurek viel vorgenommen. In beiden Läufen produzierten sie dann Fehler. Am Start des ersten Laufs habe Nolte einen "Gehirnaussetzer" gehabt, wie sie selbstkritisch sagt: "Da habe ich ein falsches Startkommando gegeben." Die falsche Wortreihenfolge führte zu Verwirrung, die sich in der Startzeit (5,31 sek) niedergeschlagen habe - das habe Nolte extrem geärgert.

Im zweiten Durchgang passte die Startzeit dann zwar - mit 5,27 Sekunden waren nur Meyers und Schneiderheinze besser. Doch legte Szczurek eine Fahrt ins Tal hin, die alles andere als optimal war. Dadurch fielen sie auf Platz acht zurück.

In St. Moritz am kommenden Samstag wird Nolte wieder pausieren - das kommt ihr persönlich nicht ungelegen. Denn am 18. und 19. Februar soll es offenbar einen neuen Anschubtest geben, der über die Besetzung der WM-Schlitten in Winterberg entscheidet. "Da kann ich eine Trainingswoche gut gebrauchen", so Nolte.

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