HVE: Plötzlich ist der Aufstieg greifbar nah

Das Etikett "unaufsteigbar" haben sie sich in den vergangenen Jahren hartnäckig erarbeitet. Doch nun stehen die Chancen für die Handballer der HVE Villigst-Ergste plötzlich so gut wie nie, zwölf Jahre nach dem Abstieg aus der Bezirksliga in diese Spielklasse zurückzukehren.

Ergste.. Drei Spieltage vor Saisonschluss haben die Villigst-Ergster alle Trümpfe in der Hand - die völlig überraschende 23:26-Pleite des Tabellenführers und einzigen ernsthaften Konkurrenten im Aufstiegsrennen, HSG Menden-Lendringsen 2, in Sundern machte es möglich.

Und weil die HVE die Mendener Vorlage verwandelte und am Tag nach deren Niederlage die Auswärtshürde beim Angstgegner Meschede mit dem 26:18 in einer Souveränität übersprang, die ihr nicht alle zugetraut hatten, ist sie nur noch drei Siege vom Aufstieg entfernt - auch wenn sie immer noch kein Spitzenreiter sind. Denn das Tabellenbild ist schief. Weil eine Mannschaft schon vor der Saison das Handtuch geworfen hatte, bleibt an jedem Spieltag ein Team der Liga spielfrei - am letzten Spieltag (9./10. Mai) ist das Menden-Lendringsen.

Ein Törchen besser

So würden die Villigst-Ergster den Aufstiegsrivalen kurz vor der Ziellinie abfangen - sofern sie nichts mehr liegen lassen. Denn den direkten Vergleich, der bei Punktgleichheit entscheidend ist (nicht das Torverhältnis), haben die Schützlinge von Trainer Alexander Maystrenko hauchdünn für sich entschieden - in Menden gewannen sie das Hinspiel mit 27:23, in eigener Halle unterlagen sie mit 26:29. Vorausgesetzt, die HVE gewinnt die letzten drei Spiele, entscheidet also ein einziges Törchen über den Aufstieg.

Dass es so kommt, ist alles andere als unwahrscheinlich, denn das HVE-Restprogramm ist machbar: zu Hause gegen das Schlusslicht Bösperde 2, beim Viertletzten Letmathe2 und zum Abschluss in eigener Halle gegen den Tabellensechsten, den TV Arnsberg 2.

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