Gegenseitige Wertschätzung vor dem Lokalduell

Duelle mit Lokalkolorit sind - zumindest in höheren Spielklassen - im heimischen Volleyball eher eine Seltenheit. Deshalb hat das Spiel der Damen-Verbandsliga zwischen dem VV Schwerte und dem SC Hennen durchaus einen gehobenen Stellenwert. Zumal es sich dabei auch noch um ein Spitzenduell handelt.

Schwerte.. Damen-Verbandsliga
VV Schwerte - SC Hennen
Sonntag, 17 Uhr (Alfred-Berg-Sporthalle)

Als Tabellendritter, punktgleich mit dem Zweitplatzierten Gelsenkirchen, erwarten die Schwerterinnen den Spitzenreiter aus Hennen. Dieser steht mit fünf Punkten Vorsprung oben und hat auch noch ein Spiel weniger absolviert. Ein einziges Mal ging Hennen in den bisherigen neun Saisonspielen nicht mit der vollen Punktausbeute aus einem Spiel hervor: beim 3:2-Hinspielsieg gegen Schwerte, damals am zweiten Spieltag.

Bei aller sportlichen Rivalität ist das Verhältnis der beiden Trainer geprägt von gegenseitiger Wertschätzung - das bestätigen Maik Wlodarsch und Christoph Schulte unisono. "Schwerte hat eine starke Mannschaft, die sich im Laufe der Saison noch gesteigert hat. Sie sind uns auf den Fersen - das ist ein Spiel, das man durchaus auch mal verlieren kann", sagt Hennens Schulte.

Sollten seine Schützlinge aber auch im Rückspiel die Oberhand behalten, wäre das ein Riesenschritt in Richtung Oberliga - oder, Herr Schulte? "Von einem Riesenschritt würde ich sprechen, wenn wir drei Spieltage vor Saisonschluss neun Punkte Vorsprung haben. Wir sind geerdet genug, um zu wissen, dass man so einen Vorsprung auch schnell verspielen kann", will Schulte von einer möglichen Vorentscheidung nichts wissen - unabhängig vom Ausgang der Partie am Sonntag.

Dass der SC Hennen so deutlich das Klassement anführt, ist auch für Maik Wlodarsch einigermaßen überraschend. "In dieser Souveränität war das sicherlich nicht zu erwarten", meint Wlodarsch. Doch der Schwerter Trainer ist mutig genug, für Sonntag ein Duell auf Augenhöhe zu prognostizieren.

Hohes Niveau erwartet

"Es werden die beiden technisch eindeutig besten Mannschaften der Liga aufeinandertreffen. Die Spielanlage ist ähnlich, deshalb rechne ich mit vielen langen und spektakulären Ballwechseln. Im Hinspiel hatte Hennen dabei meistens das bessere Ende für sich. Mal sehen, wie jetzt kommt. Wir haben jedenfalls unsere Hausaufgaben gemacht", sieht sich der Schwerter Coach gerüstet.

Bleibt zum Schluss noch, die beiden Trainer nach einem Tipp für Sonntag zu fragen. "3:2", sagen beide und meinen dabei doch nicht dasselbe. Denn - nicht ganz überraschend - sieht Maik Wlodarsch den VV Schwerte vorne und Christoph Schulte den SC Hennen.

EURE FAVORITEN