Erfolge entfachen neue Euphorie beim Lüner SV

Der Lüner SV ist ein Klub der Extreme. Dementsprechend groß war auf der Tribüne des Fußball-Landesligisten am Sonntag die Euphorie. Nicht nur, dass dem Tabellensiebten der vierte Sieg in Serie gelang. Die Mannschaft führte den Tabellendritten Stuckenbusch beim 4:0 phasenweise sogar vor.

Lünen.. Die Siegesserie spült die Lüner plötzlich wieder in den Kreis der Anwärter auf Rang zwei. Den bekleidet mit sieben Punkten mehr als der LSV aktuell der BSV Roxel. Der zweite Tabellenplatz berechtigt am Saisonende zur Teilnahme an der Relegation um den Westfalenligaaufstieg.

Lünens Coach Mario Plechaty stapelt jedoch tief: "Daran sollten wir nicht denken. Wir fahren momentan gut damit, von Spiel zu Spiel schauen." Fakt ist aber, dass das LSV-Spiel in den letzten Wochen eine enorme Entwicklung genommen hat. Lediglich ein Gegentor kassierte das Team in den letzten vier Partien - was auch auf die starken Leistungen von Daniel Schmitz zurückzuführen ist, der Michel Josch zwischen den Pfosten erst einmal verdrängt hat.

Die Defensive wirkt deutlich kompakter, konnte gegen Stuckenbusch gar den Ausfall von Daniel Mikuljanac kompensieren. Matthias Drees gab in der Innenverteidigung einen hervorragenden Vertreter von Lukas Ziegelmeir. "Matthias hat die Position noch nie gespielt. Dafür hat er es richtig gut gemacht", lobte Plechaty.

Auch offensiv ist die Mannschaft viel variabler geworden. Setzte Plechaty vor einigen Wochen noch auf eine Spitze, stellte seine Elf spätestens am Sonntag unter Beweis, dass sie auch das Spiel mit zwei echten Mittelstürmern beherrscht. Fabian Pfennigstorf und Alexander Wagener rochierten fleißig, waren anspielbereit und torgefährlich. Beide glänzten als Doppeltorschützen. "Gerade für Fabian freut es mich richtig. Er hat sich diesmal belohnt", so Plechaty. Für Pfennigstorf waren es die ersten Pflichtspiel-Tore für den LSV.

Ekici angeschlagen

Lünens Trainer stellt fest: "Die Spielfreude ist da." Das steht im engen Zusammenhang mit Volkan Ekici. Der Spielmacher sprüht nur so vor Ideen, zeigt Dribblings im hohen Tempo, spielt die tödlichen Pässe. Doch nach 49 Minuten war am Sonntag aufgrund von Leistenproblemen Schluss. "Ich hoffe, er kann Sonntag wieder spielen", so Plechaty. Dann geht es für den LSV nach Sinsen. Beim Tabellenfünften wollen die Lüner die Euphorie weiter wachsen lassen.

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