„Ein hoch interessanter Umbruch“

Foto: Bodo Goeke

Der Aderlass ist gewaltig und erreicht sogar die Dimension des vergangenen Jahres. Inclusive der in die 2. Bundesliga ausgeliehenen Jungprofis Daniel Ginczek (VfL Bochum), Lasse Sobiech (FC St. Pauli) und Marco Stiepermann (Alemannia Aachen), die ihren festen Platz in der Regionalliga-Mannschaft hatten, haben 13 Spieler den BVB 2 verlassen. Und der deutlich überwiegende Teil gehörte zum Stammpersonal.

Auf David Wagner wartet mit Trainingsbeginn am 29. Juni also reichlich Arbeit, zumal es auch im Trainer- und Funktionsteam reichlich Veränderungen gab. Doch der Ex-Profi freut sich auf den Job. „Klar, wir haben einiges an Qualität abgegeben“, sagt er, behauptet aber zugleich: „Wir haben auch viel Qualität hinzubekommen. Wir haben extrem spannende Spieler verpflichtet und stehen vor einem hoch interessanten Umbruch.“

20 Feldspieler und drei Torleute wird sein Kader umfassen. Die vorletzte Lücke wurde am Dienstag durch Konstantin Fring geschlossen. Der 21-jährige Defensiv-Allrounder vom Liga-Konkurrenten FSV Mainz 05 II gab am Dienstag seine Zusage und wird in den nächsten Tagen einen Zwei-Jahres-Vertrag unterzeichnen. Fring ist der siebte und vorletzte externe Neuzugang. Wagner sah in diesem Bereich Handlungsbedarf, nachdem Sevdail Selmani zu Arminia Bielefeld gewechselt war und Marc Klopp nach seinem Kreuzbandriss vorerst nicht einsetzbar ist. Die achte Position wird erst im Laufe der Saisonvorbereitung besetzt. Wagner sucht noch einen Stürmer, „doch darüber werden wir erst entscheiden, wenn wir die Kandidaten im Probetraining gesehen haben“.

Einschließlich des noch zu verpflichtenden Offensivspielers startet der BVB mit acht externen

Neuzugängen, fünf Aufrückern aus der eigenen A-Jugend (als dritter Torwart wird auch Tim Hohmann dazu gehören) und zehn aus dem jetzigen Kader verbleibenden Spielern in die neue Saison - nicht mitgerechnet die Jungprofis Marc Hornschuh, Damien Le Tallec und Marvin Bakalorz. Nachdem neben Martin Zakrzewski und Tim Hermes auch Jörn Neumeister den Verein verlassen hat, ist Marc Klopp als 88-er Jahrgang ältester Spieler im Aufgebot.

Gleich nach Beginn der Vorbereitung werden die Borussen ein dreitägiges Teambuilding-Trainingslager im Schwarzwald absolvieren. „Die Bälle bleiben zu Hause“, betont David Wagner, für den der Teamgedanke ganz oben rangiert, „der Aufenthalt dort dient allein dazu, sich als Persönlichkeiten kennenzulernen und als Gruppe zusammenzuwachsen.“ Für Ende Juli geht’s dann noch eine Woche nach Herzlake - dies wird das klassische Trainingslager, bei dem auch technische und spieltaktische Dinge im Vordergrund stehen.

 
 

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