Die zehn Gebote des Futsals

Das Runde muss beim Futsal auch in das Eckige.
Das Runde muss beim Futsal auch in das Eckige.
Foto: dapd

Schwerte. Zwischen 200 und 300 Zuschauer erwarten die Holzpfosten Schwerte am Samstag bei ihrer Heimspielpremiere im Futsal. Gespielt wird ab 18 Uhr in der Alfred-Berg-Sporthalle. Wer zum ersten Mal als Zuschauer dabei ist, den Nebenmann oder die Nebenfrau aber durch mehr beeindrucken will als nur die korrekte Aussprache der Sportart, dem können die folgenden zehn Gebote des Futsals dabei helfen.

1. Der Ball ist rund. Das ist wie beim Fußball. Für einen Futsal braucht man indes etwas weniger Leder. Mit 62 bis 64 Zentimetern Umfang liegt er genau zwischen Hand- und Fußball. Und: Er springt nicht. Zusatzpunkte sammeln Sie mit der Erklärung dafür: ein schwerer Kern und nur halb so viel Druck.

2. Das Runde muss ins Eckige. Jawohl, wenn die Teams auf dem Feld am Anfang mit Toren geizen, ruhig mal ein verbales Zeichen setzen und von der Tribüne aus tief in die Fußballphrasen-Kiste greifen. Allerdings auch bedenken: Beim Futsal ist nicht nur das Runde kleiner, sondern auch das Eckige. Ein Tor misst zwei mal drei Meter.

3. Fünf Freunde sollt ihr sein. Was nach einer literarischen Co-Produktion aus Enid Blyton und Sepp Herberger klingt, sagt eher etwas über die Spielerzahl aus. Vier Feldspieler und ein Torwart stehen pro Mannschaft auf dem Feld. Ausnahme: Ein Team sitzt gerade eine Zeitstrafe ab. Sieht ein Spieler die Rote Karte, darf er erst nach zwei Minuten durch einen Teamkollegen ersetzt werden.

4. Du sollst nicht grätschen. Denn das kann mehr unschöne Folgen haben als nur eine Verbrennung am Bein. Unsanfter als der Hallenboden ist mitunter die Reaktion der Schiedsrichter. Für Grätschen am Mann geben sie einen Freistoß für den Gegner. Was direkt zum fünften Gebot führt.

5. Ihr Wille geschehe. Ja, beim Futsal gibt es zwei Schiedsrichter. Also Vorsicht: Bei echten Futsal-Kennern können Sie gewiss nicht damit punkten, dass Sie sich von den Rängen über den vermeintlichen Linienrichter lustig machen, der ständig auf dem Feld herumturnt.

6. Nach dem fünften Foul sollst du ruhen. Das ist wie beim Basketball. Für jedes weitere Mannschafts-Foul innerhalb einer Halbzeit bekommt der Gegner dann zwar keinen Freiwurf, aber einen Zehnmeter. Also: Nach dem fünften Foul erst recht nicht zur Blutgrätsche ansetzen! Wie viele Fouls jedes Team schon hat, steht übrigens neben dem Spielstand an der Anzeigetafel.

7. Kenne deine Grenzen. Und die liegen vor allem in den Linien, die das Feld umranden. Bitte beachten: Liegt der Ball beim Einkick nicht genau auf dieser Linie, gilt Gebot drei. Im Klartext: Ein Pfiff – und der Gegner hat den Einkick.

8. Ein Spiel dauert 40 Minuten. Das heißt allerdings nicht, dass Sie sich für 20.10 Uhr ein Taxi nach Hause bestellen sollten. Bei jeder Unterbrechung wird die Zeit angehalten. Zwischen den beiden Halbzeiten von je 20 Netto-Minuten gibt es zehn Minuten Pause. Bestellen Sie das Taxi also dem Fahrer und Ihrem Geldbeutel zuliebe eher für 21 Uhr. Oder noch besser: Gehen Sie zu Fuß.

9. Am Ende gewinnen immer die Deutschen. Das gilt zumindest für diesen Samstag. Denn da sind ja nur vier Teams des Westdeutschen Fußball- und Leichtathletikverbandes am Start. Im Rest der Welt sind die Deutschen weniger gefürchtet als beim Fußball. Eine Nationalmannschaft gibt es nicht. Zwei Testländerspiele gegen Polen und Kroatien gingen mit 0:4 und 1:11 verloren.

10. Liebe deinen Nächsten. Und da die Frau oder der Mann neben Ihnen zwischendurch sicher auch mal in Ruhe Futsal gucken möchte, machen Sie es mit Ihrer Besserwisserei wie die Sportler auf dem Feld: Ruhig mal eine kleine Auszeit nehmen!

 
 

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