Die Süder halten zu „Schleini“

Benefizspiel für Michael Schlein. Der VfB Lünen (hellblau) empfing die SG Gahmen.
Benefizspiel für Michael Schlein. Der VfB Lünen (hellblau) empfing die SG Gahmen.
Foto: Tim Müller

Lünen. Mit einem doppelten Freundschaftsspiel sammelten Tischtennisspieler und Fußballer des VfB Lünen für den seit über einem Jahr schwer verletzten Kicker Michael Schlein. 1800 Euro kamen an Spenden zusammen.

Angesichts der durch die zahlreichen Operationen und Therapien strapazierten Finanzlage der Familie ist das weit mehr als nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Den Anfang machten die Tischtennisspieler des VfB, die ein Spiel gegen eine Auswahl regionaler Spitzenspieler organisiert hatte.

60 Zuschauer kamen. Schlein war bewegt: „Das ist eine astreine Aktion. Ich bin sehr dankbar.“ Der Vorsitzende Heinz Potthoff: „Der Abend war ein Riesenerfolg. Es waren ja auch einige Fußballer da. So etwas schweißt den Verein zusammen.“

Am Samstag ging der Freundschaftsspielreigen weiter. Die Altherren-Mannschaften des VfB Lünen und der SG Gahmen liefen zu einem lockeren Kick an der Dammwiese auf. Waldemar Ciecierski, Sportlicher Leiter der Süder Altherrenmannschaft, zeigte sich erfreut über den Verlauf der Hilfsaktion: „Es waren richtig viele Leute am Platz, viele kamen mit ihren Familien. Dank gebührt auch Andreas Sorgatz von der SG Gahmen, der sich sofort bereit erklärt hat, mitzumachen.“

Vor fast anderthalb Jahren erlitt der sympathische Fußballer Schlein nach einem brutalen Foul im Spiel gegen den VfL Kemminghausen einen Totalschaden im Knie. Es drohte die Amputation des Unterschenkels. Acht Operationen waren bislang nötig, um die durch das Knie verlaufende Arterie zu retten und zu stabilisieren. An eine Instandsetzung der gerissenen Innen-, Außen- und Kreuzbänder hat sich bislang kein Mediziner getraut. „Das Risiko, die Arterie bei einer Operation der Bänder zu beschädigen, ist den meisten Ärzten zu groß“, erklärt Schlein, der vor einem schicksalhaften Monat steht.

Große Hoffnungen setzt Schlein auf einen Termin beim Kniespezialisten Dr. Michael Strobel in München Ende des Monats, bei dem über eine OP entschieden wird. Als Kassenpatient muss Schlein die Kosten für Reisen und Untersuchungen selbst bezahlen. Zudem droht im Dezember nach dann 18 Monaten Krankschreibung der Verlust des Arbeitsplatzes. „Die für diese Fälle vorgesehene Sportinvalidenrente kommt erst nach Ablauf der Behandlung in Frage, wenn abzusehen ist, wie schwer die Folgen sein werden“, erläutert Schlein.

Der Flug nach München ist gebucht. Die 1800 Euro sind der Familie dabei eine große Hilfe. „Das ist große Klasse, wie sehr sich der Verein engagiert“, freuen sich Michael und seine Frau Steffi.

 
 

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