Denisa Glankovicova: "Vom Aufstieg überzeugt"

Noch zwei Spiele bis zum hoffentlich guten Ende. Noch zwei Siege, und die BVB-Frauen haben die Mission Aufstieg mit Bravour erfüllt. Gerd Strohmann sprach vor der Partie am Samstag (19.30 Uhr) in Allensbach mit Denisa Glankovicova, die in der Rückrunde auf Anhieb zur Führungsspielerin wurde.

Dortmund.. Frau Glankovicova, alles bereit für den Erfolg in Allensbach?
Denisa Glankovicova: "Die Spannung steigt, und wir sind sehr motiviert, das Spiel zu gewinnen. Und das sollte eigentlich auch nicht so schwer sein, wenn wir eine so souveräne Leistung zeigen wie zuletzt."

Und dann das "Meisterstück" gegen Neckarsulm am 9. Mai machen?
"Neckarsulm ist schon sehr stark und sicher viel schwerer zu besiegen. Aber dann haben wir sicher eine volle Halle und das tolle Publikum im Rücken. Und es wäre natürlich besonders schön, wirklich ideal, den Aufstieg zu Hause zu feiern. Aber wenn es schon vorher so weit sein sollte, dann können wir die letzte Partie natürlich richtig genießen."

Ist der mögliche Aufstieg das allseits beherrschenden Thema?
"Nein, wirklich nicht. Wir konzentrieren uns auf die Arbeit, auf uns. Wir wollen nicht zu viel nachdenken, sondern uns intensiv, perfekt vorbereiten. Aber ich bin überzeugt, wir schaffen den Aufstieg. Es wäre eine große Enttäuschung, wenn es nicht klappen würde."

Sie mussten etwas länger überredet werden, Anfang des Jahres zum BVB zu wechseln. Haben Sie alles richtig gemacht?
"Ich habe es keine Sekunde bereut. Ich bin sehr froh, dass ich Ja gesagt habe. Ich habe viele neue Erfahrungen gesammelt, allesamt positiv. Ich bin noch nie aufgestiegen, und genau das möchte ich hier gern noch erleben."

Sie hatten gar keine Anlaufschwierigkeiten bei der Borussia...
"Es freut mich, wenn ich einen kleinen Beitrag leisten konnte. Ich sollte beim Ziel Aufstieg helfen. Ich bin sehr schnell in den Rhythmus reingekommen, aber ich hatte aus zehn Jahren erste Bundesliga auch viel Erfahrung. Ich bin ganz zufrieden mit mir."

Was ist das Besondere an dieser BVB-Mannschaft?
"Es ist toll zu erleben, wie sie alle Rückschläge verdaut hat, wie die vielen Verletzungen das Team zusammengeschweißt haben. Die Truppe hat immer versucht, allen Hiobsbotschaften zu trotzen. Ohne die vielen Verletzungen wäre der Aufstieg schon klar. Aber auch so kommt aus dieser Mannschaft sehr viel Kraft."

Und deshalb bleiben Sie trotz Ihrer 35 Jahre auch noch ein Jahr bei der Borussia?
"(lacht) Es macht unheimlich Spaß hier, und der Verein möchte gern, dass ich verlängere. Aber ich bin doch nur eingesprungen, wollte nicht mehr auf diesem hohen Niveau trainieren und spielen."

Also Ja oder Nein?
"Ich brauche noch ein wenig Zeit für meine Entscheidung. Die Belastung ist schon groß, und die Knochen sind doch langsam alt. Ich bin hin- und hergerissen: Denn eigentlich würde ich auch gern verlängern. Ich denke noch ein wenig nach."

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