Den Deutschen Meister ärgern

Von Ahlen nach Sandhausen und am Samstag im DFB-Pokal gegen Borussia Dortmund: der 20-jährige David Blacha, der aus Fröndenberg stammt.
Von Ahlen nach Sandhausen und am Samstag im DFB-Pokal gegen Borussia Dortmund: der 20-jährige David Blacha, der aus Fröndenberg stammt.

Wenn Borussia Dortmund am Samstag im DFB-Pokal beim SV Sandhausen gastiert, ist ein Fröndenberger bis in die Haarspitzen motiviert: David Blacha. Der 20-jährige Mittelfeldspieler wechselte vor dieser Saison von RW Ahlen zum SV Sandhausen, der in der Dritten Liga spielt.

„Ich hoffe, dass ich von Anfang auflaufen werde, zumindest aber, dass ich eingewechselt werde“, blickt der Profifußballer erwartungsvoll auf das Pokalspiel gegen den amtierenden Deutschen Fußball-Meister. Den BVB kennt Blacha bestens. Neun Jahre lang hat er bei den Dortmundern in der Jugend gespielt. „Mario Götze kenne ich noch aus meiner Zeit beim BVB. Mit ihm habe ich zusammen in einer Mannschaft gespielt“, sagte Blacha. Ein Wiedersehen wird es nun am Samstag (Anpfiff 19.30 Uhr) im Hardtwaldstadion geben. Blachas Fußball-Herz schlägt für den BVB. Es ist eigentlich keine Frage bei diesem Werdegang. Aber am Samstag wird er sich für seinen neuen Club zerreißen. „Mit ein bisschen Glück können wir den BVB ärgern. Vielleicht können wir das Ergebnis auch eng gestalten. Ein Sieg dürfte für uns aber nicht sehr wahrscheinlich sein“, grenzt der Fröndenberger seine Erwartungen ab.

Der SV Sandhausen (südlich von Heidelberg) hat am zurückliegenden Wochenende am ersten Spieltag das baden-württembergische Derby gegen den VfR Aalen vor 2100 Zuschauern mit 2:0 gewonnen. Blacha ist dabei sieben Minuten vor Schluss eingewechselt worden. Dass er in dieser Saison in Sandhausen gelandet ist, war ursprünglich nicht so geplant. „Ich hatte einen Vorvertrag in Babelsberg unterschrieben. Doch nachdem sich dort finanzielle Schwierigkeiten angedeutet haben, habe ich ihn wieder aufgelöst“, erläuterte der Fröndenberger.

Der Kontakt zum SV Sandhausen sei, so Blacha, dann letztlich über seinen Berater zustande gekommen. Zuletzt hat Blacha zwei Jahre lang für RW Ahlen (jetzt NRW-Ligist) gespielt. Ahlens aktuellen Trainer, Thomas Berndsen, kennt der Jung-Profi ebenfalls noch aus seiner Jugendzeit bei der Borussia. „Thomas war mein Trainer“, sagte Blacha, der sich nach seinem Abitur nun voll auf seine Karriere als Profi-Fußballer konzentrieren will. „Ich hoffe, dass ich mich jetzt auch in Sandhausen durchsetzen kann“, führte Blacha, der ab und zu noch in Fröndenberg weilt, um seine dort lebenden Eltern zu besuchen, aus. Doch jetzt ist er erst einmal wie ganz Sandhausen im Pokalfieber.

 
 

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