„Das Leben dort ist viel einfacher“

Dennis Tost spielte beim Sportunterricht an den Grundschulen in Usariver/Tansania sehr viel Fußball.
Dennis Tost spielte beim Sportunterricht an den Grundschulen in Usariver/Tansania sehr viel Fußball.
Foto: Tost
Dennis Tost tauchte in Tansania eine andere Kultur ein – in eine afrikanische. Der Fußballer des Landesligisten SSV Mühlhausen-Uelzen machte einen Monat lang ein Praktikum in dem ostafrikanischen Staat, genauer gesagt in Arusha, nahe des Kilimandscharo.

Dennis Tost tauchte in Tansania eine andere Kultur ein – in eine afrikanische. Der Fußballer des Landesligisten SSV Mühlhausen-Uelzen machte einen Monat lang ein Praktikum in dem ostafrikanischen Staat, genauer gesagt in Arusha, nahe des Kilimandscharo.

„Das Leben ist viel einfacher dort, anders als in Europa“, fasste er seine Eindrücke zusammen, „nicht immer fließendes warmes Wasser , geduscht wurde mit Eimern. Computer und Internet sind eher rar.“Und doch hat es dem Kamener Studenten gefallen. „Das waren neue Erfahrungen und dann kann man im Nachhinein den Standard bei uns auch noch besser einordnen und genießen.“

In Usariver, etwa 20 Kilometer von Arusha gelegen, war er an einer Grundschule tätig, gab dort Sportunterricht. Die Jungen spielten Fußball. „Auf einer Wiese, wo sonst Vieh drauf ist“, verriet Dennis Tost, „aber den Jungs hat das nichts ausgemacht. Die hatten wie ich Spaß.“ 30, 40, teilweise 50 Schüler liefen hinter dem Ball her ist und einige waren durchaus talentiert. Die Mädchen spielten Netball. „So eine Mischung aus Basketball, Handball und Volleyball“, klärte der Kamener auf. „Die Schulkinder sind recht aufgeschlossen, saugen alles auf, was ihnen geboten wird.“ Ein solcher Sportunterricht hätte ohne Dennis Tost oder anderen Volunteers nicht stattgefunden. Rund 80 Minuten währte eine solche Sportstunde bei einer Grundschule, dann ging es weiter zur nächsten.

Gewohnt hat der Student bei einer Gastfamilie. „Die waren für afrikanische Verhältnisse etwas besser betucht“, berichtete er, fühlte sich dort sehr wohl. „Mit der Familie halte ich jetzt in Deutschland weiter Kontakt.“ Nicht ausgeschlossen, dass er sie noch einmal in Tansania besuchen wird. „Verständigungsschwierigkeiten gab es eigentlich nicht. Es wurde Englisch gesprochen. Ich habe aber auch einige Worte der Landessprache gelernt.“ Der Gastvater Oddo Ndonde leitet ein Waisenhaus „Tumaini Children’s Foundation“ mit 30 bis 35 Kindern.

Am Wochenende hatte Dennis Tost frei. Dann traf er sich mit anderen Volunteers, schaute sich in Arusha um, einer Stadt mit rund 500.000 Einwohnern und kam mit Einheimischen ins Gespräch. Oder es ging „auf Safari“, zum Serengeti-Nationalpark, der zu den größten und sicherlich auch den bekanntesten Nationalparks der Welt gehört. „Einmalige Erlebnisse.“ Probleme mit der vermeintlichen afrikanischen Hitze hatte Dennis Tost nicht. In Tansania war im September Winterzeit mit Temperaturen von 20 bis 30 Grad. „Gut auszuhalten und recht angenehm.“

Vier Wochen war der Kamener Student der Sportwissenchaft in Tansania. Ausgesucht hatte er sich das Land über project abroad, einem führenden Anbieter von Freiwilligenarbeit und Praktika weltweit. Ein solches Praktika, insgesamt acht Wochen lang, muss Dennis Tost ohnehin in sein Studium einbinden. Vier Wochen Tansania kann er jetzt vorweisen.

„Nach Afrika wollte ich immer schon mal hin und da hat sich das mit Tansania angeboten.“ Viel zu schnell waren die Wochen für den Kamener allerdings vorbei.

Zuhause ein Duschbad

Zuhause genoss er erst einmal ein warmes Duschbad. Vergessen wird er die Tage in Usariver sicher nicht. Auch nicht den Kick mit den Jungen auf der Wiese. Umso mehr genießt er Zuhause den Fußball und beim SSV Mühlhausen-Uelzen - natürlich auch auf besseren Fußballfeldern - , wo er zu den Leistungsträgern des Fußball-Landesligisten gehört.

 
 

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